Martti Ahtisaari erhält Friedensnobelpreis – Ingrid Betancourt geht leer aus

Von Kerstin Moebius

Martti Ahtisaari erhält Friedensnobelpreis – Ingrid Betancourt geht leer aus FotoDer finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari, 71, hat den diesjährigen Friedensnobelpreis erhalten. Er setzte sich unter für die Lösung von Konflikten in Indonesien und im Kosovo ein. Mit seinem couragierten, weltweitem Einsatz begründete das Nobelpreiskomitee in Oslo seine Entscheidung für den 71jährigen Politiker.

Die befreite FARC-Geisel Ingrid Betancourt ging unterdessen leer aus. Sie hatte sich selbst Hoffnungen auf den Friedensnobelpreis gemacht. Eine entsprechende Pressemeldung als Reaktion auf eine mögliche Auszeichnung war von den Beratern Betancourts bereits an die Nachrichtenagenturen herausgegeben worden. Umsonst, wie sich nun herausstellte.

Der finnische Preisträger war von 1994 bis 2000 Präsident in seiner Heimat. Einer seiner wichtigsten Vermittlungserfolge gelang ihm 2005 in der indonesischen Krisenprovinz Aceh.

Der letzte von jährlich sechs Nobel-Auszeichnungen ist der noch unbekannte Preis für Wirtschaft. Er soll am Montag, um 13 Uhr bekannt gegeben werden und wird hinsichtlich der weltweiten Finanzkrise mit besonders großer Spannung erwartet.

Verliehen werden die Preise offiziell am 10. Dezember in Stockholm.

Artikel vom 12. Oktober 2008

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