Mega- Angebot für Lokführer – GDL lehnt störrisch ab
Es ist kaum zu glauben! Rund zwei Wochen lang bangt Deutschland nun im Streit um einen neuen Tarifvertrag für die Lokführer. Weniger wegen der Lokführer, sondern eher wegen der erheblichen Einschränkungen während eines Streiks. Erst am vergangenen Freitag demonstrierten die Lokführer eindrücklich, wie schmerzlich den Bahnkunden ein Ausfall trifft. Nichts ging mehr, Chaos im Bahnverkehr.
Obwohl nur im Regional- und Nahverkehr gestreikt wurde, war das ganze Land und auch der Fernverkehr beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn ging in die Knie, kündigte an, wie von der Gewerkschaft der Lokführer verlangt, bis Montag ein neues Angebot vorzulegen. Nun liegt es vor und erfüllt die Hauptforderung der GDL, nämlich den Abschluss eines eigenen Tarifvertrages für die Lokführer, doch die GDL bekommt den Hals nicht voll genug.
Die GDL hat das Angebot der Bahn ABGELEHNT ! Sollte die Bahn nicht in kürzester Zeit nachlegen, was nicht zu erwarten ist, wird wieder gestreikt.
Das Angebot der Deutschen Bahn beinhaltet folgende Punkte:
- Einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer.
- Eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent und 5,5 Prozent für Überstunden
- Eine Einmalzahlung in Höhe von 2000 Euro, die sich aus 600 Euro Mitarbeiterbeteiligung und 1400 Euro für die – nach derzeitiger Regelung nicht möglich – Auszahlung von Überstunden. Die 1400 Euro würden zwei Überstunden pro Woche für das laufende Jahr abgelten.
- Bei einer geringen Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 43 Stunden kann eine Lohnsteigerung für die Lokführer von 10 Prozent erreicht werden.
- Außerdem wolle die Deutsche Bahn den Mitarbeitern freundlicherer Arbeitszeiten und bessere Aufstiegschancen bieten und die Einmalzahlungen zügig bereitstellen.
„Ich glaube, dass werden wir nie wieder in Deutschland finden, so ein Angebot“, erklärte Margret Suckale am Montag in Berlin und machte damit deutlich, welche gigantischen Zugeständnisse an die Lokführer gemacht wurden.
Im Vorfeld hatte die GDL angekündigt, dass, sobald die Verhandlungen wieder aufgenommen würde, was bereits am Donnerstagabend eintraf, kein Arbeitskampf mehr geführt würde. Die GDL hat sich an ihr Versprechen nicht gehalten.
Weiterhin hatte die GDL versprochen, dass, sobald ein verhandlungsfähiges Angebot vorliege, ebenfalls der Arbeitskampf ausgesetzt werde. Nun liegt ein Angebot vor, das den Großteil der Forderungen der GDL erfüllt, doch diese zeigt sich arrogant und hochnäsig. Weitere Streiks sind zu erwarten.
Ist das noch zu rechtfertigen ?
Auf der Homepage der GDL bezeichnet GDL- Chef Manfred Schell das Angebot als „unzureichend“ und fordert einen „eigenständigen“ Tarifvertrag – den er eigentlich schon in den Händen hält !
Weiterhin weist der GDL- Chef daraufhin, dass die Arbeitskämpfe nur dann ausgesetzt werden, wenn die Bahn mit der GDL in Tarfiverhandlungen eintritt. Ist sie das nicht schon am vergangenen Donnerstag ?!
Am Montag nahm Bahn- Personalvorstand Margret Suckale zu dem neuen Angebot der Bahn Stellung und erklärte, dass sich der „Tarifvertrag für die Lokführer, konflikt- und widerspruchsfrei in das DB-Gesamttarifsystem einpasst“.
Sie sei davon überzeugt, dass man auf dieser Grundlage mit der GDL die Tarifverhandlungen mit der GDL aufnehmen könne.
„Wir erwarten von der GDL, dass zügig Verhandlungen aufgenommen werden“, fügte sie hinzu. Streiks müssten aber in der Verhandlungszeit ausgeschlossen sein.
Auch den anderen Tarifpartnern Transnet und GDBA sei am Montag ein entsprechendes Angebot zugegangen.
DCRS ONLINE meint: Die Ablehnung des Angebotes durch die GDL ist ein Schlag ins Gesicht des Bahnkunden. Diese müssen sich in kürzester Zeit auf neue Streiks und unbezahlbare Ticketpreise einstellen, weil rund 8000 Personen dem Rest des Landes auf der Nase herum tanzen !





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