Mischa Zverev begeistert in Wimbledon

Von Marina Koch

Mischa Zverev begeistert in WimbledonSeinen Erfolgsweg hat Mischa Zverev in Wimbledon jüngst beeindrucken fortgesetzt. Er erreichte wie Kollege Simon Stadler zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers und zeigte „Sandman“ Juan Carlos Ferrero aus Hamburg, die Grenzen auf.

Als Novak Djokovic musste seine Titelträume gegen den erstarkten Marat Safin nach drei Sätzen gerade begraben.

Der 20jährige Nuscga Tzverev profitierte zwar bei seiner überzeugenden Kurzschicht auch von einer Adduktorenblessur des Spaniers, der wie schon zum Auftakt in Roland Garros bei 4:6, 4:6, 1:2-Rückstand aufgab. Doch gegen sein konsequentes Serve-and-Volley fand der French-Open-Sieger von 2003 einfach kein wirksames Mittel.

“Ich gehe ans Netz, sobald sich die Chance bietet”, sagte Fußball-Fan Zverev und kündigte an: “Jetzt nehm’ ich mir eine Pizza und schau mir das EM-Halbfinale Deutschland gegen Türkei an.”

Simon Stadler musste am Abend dann doch kräftig kämpfen. Erst kurz vor dem Abpfiff konnter mit 3:6, 6:3, 6:1, 6:7 (5:7), 8:6 den Sieg gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien in trockene Tücher bringen.

Eine erfolglose Spätschicht hatte dagegen Philipp Petzschner. Der Debütant aus Bayreuth unterlag dem Kroaten Mario Ancic mit 1:6, 4:6, 7:6 (7:1), 6:4, 3:6. Thomas Haas, Nicolas Kiefer, Benjamin Becker und Rainer Schüttler wollen an diesem Donnerstag Zverev und Stadler in die dritte Runde folgen.

In der dritten Runde wartet nun in dem an Nummer 13 gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka allerdings ein erster dicker Brocken auf Mischa Zverev, Weltranglisten-92., der in dieser Saison bei zwölf Turnierstarts auf der ATP-Tour schon achtmal in der ersten Runde gescheitert war.

Auf der großen Grand-Slam-Bühne hatte er nur bei seinem Debüt im Vorjahr in Melbourne die erste Runde überstanden, danach aber dreimal den Start gründlich verpatzt.

Artikel vom 26. Juni 2008

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