Mordfall Hannah geklärt, aber wo ist Tanja Gräff ?
Der schreckliche Sexualmord an der 14jährigen Hannah hat ganz Deutschland erschüttert und auch der aktuelle Fall der verschwundenen Jenisa aus Hannover beschäftigt die Polizei und auch die Bürger. Aber es gibt noch einen anderen, immer noch aktuellen Fall, der etwas in Vergessenheit geraten, aber dennoch aktueller denn je ist. Das Verschwinden der 21jährige Studentin Tanja Gräff aus Korlingen, die seit dem 07.06.2007 vermisst wird.
Im Falle der Tanja Gräff, den man durchaus auch als sehr populären Vermisstenfall bezeichnen kann, hat die extra gegründete “SOKO-FH” bereits immense Ermittlungsarbeit investiert, jedoch konnte sie bis dato nicht ermitteln, ob der Schülerin etwas zugestoßen ist oder sie finden.
Die 21-jährige Studentin Tanja Gräff aus Korlingen wird seit dem 07.06.2007 (Do) vermisst. Sie hatte am Mittwochabend das Sommerfest der Fachhochschule Trier besucht. Gegen 3.50 Uhr am Donnerstagmorgen war sie dort von Kommilitonen zum letzten Mal gesehen worden. Danach verliert sich jegliche Spur.
Nun haben Beamte der “SOKO-FH”, in Ergänzung zu den bereits vorliegenden Aussagen und Erkenntnissen, gemeinsam mit 10 Zeugen eine Rekonstruktion ermittlungsrelevanter Szenarien auf dem Fachhochschulgelände durchgführt. Dabei wurden andere mögliche Ereignisalternativen deutlich.
DCRS ONLINE ONLINE druckt diese Erkenntnisse und Fragestellungen ab und bitte mögliche Zeugen, sich unmittelbar bei den im folgenden angegebenen Kontaktdaten der Polizei zu melden.
Die letzten Begegnungen mit der seit drei Monaten vermissten Studentin am Morgen des 7. Juni wurden auf dem Gelände der Fachhochschule nachgestellt.
Wesentliches Ziel dabei war, den Weg der Studentin so genau wie möglich nachzuvollziehen.
Im Klartext: Wo Tanja Gräff um welche Zeit haargenau mit wem zusammen war.
Bekannt war, dass die 21-Jährige exakt um 4.00 Uhr ganz kurz telefoniert hat. Bei der gestrigen Rekonstruktion konnte jetzt mit Hilfe der Zeugen die Stelle auf dem Festgelände ausgemacht werden, wo sie sich um diese Zeit befand.
Sie stand bei einem Getränkekühlwagen in der zweiten Einfahrt zu den Parkplätzen der Fachhochschule. Diese Einfahrt ist die Zweite hinter der großen grünen Maschinenhalle der Fachhochschule.
Ob Tanja Gräff in der sie umgebenden Menschenansammlung allein oder in Begleitung stand, konnte nicht geklärt werden.
In einem kurzen Gespräch mit einem der Zeugen äußerte Tanja die Absicht ins Stadtgebiet zu wollen. Von diesem Zeugen, der Tanja zuletzt lebend gesehen hat, entfernte sie sich danach in Richtung Stuckradweg, wo sich ihre Spur verliert.
Die Schwierigkeit für die Ermittler liegt darin, dass sie neben der noch immer offenen „Peugeot-Spur“, wonach Tana Gräff möglicherweise mit einem Pkw das Gelände verlassen hat, weiteren denkbaren Alternativen nachgehen müssen.
So erscheint es aufgrund der Rekonstruktion durchaus wahrscheinlich, dass Tanja Gräff von dem Kühlwagen zur Bushaltestelle gegangen sein könnte, um mit dem Shuttle-Bus in die Stadt zu fahren.
Laut Fahrplan fuhren insgesamt vier dieser Busse am 7. Juni zwischen 4.10 und 4.25 Uhr vom FH-Gelände weg zu den Endhaltestellen Castelforte/Trier-Nord, Nikolaus-Kochplatz/Porta Nigra und Messepark.
Fahrgäste, die in der fraglichen Zeit einen dieser Busse benutzt haben und sich dabei an eine junge, schlanke,rotblonde / rothaarige Frau erinnern, werden dringend gebeten, sich mit der Soko-FH, Tel.: 0651/ 9779 2290 in Verbindung zu setzen.
Bei der Rekonstruktion wurde auch deutlich, dass besonders die noch immer offene „Drachenhausspur“ für die Ermittlungen von Bedeutung ist.
Diese „Drachenhausspur“ fand im Juni in den Medien nur wenig Beachtung und es haben sich keine weiteren Zeugen gemeldet. Die Ermittler möchten den nach wie vor ungeklärten und damit relevanten Sachverhalt nochmals in Erinnerung bringen und die damit verbundenen Fragen wiederholen.
Zum Sachverhalt:
Zwei Festbesucher berichteten, dass sie beim Verlassen der FH-Fete kurz nach 5 Uhr, es war schon recht hell, beim Drachenhaus einer rothaarigen jungen Frau begegnet sind, die Tanja gerufen wurde.
Die junge Frau machte auf die Zeugen den Eindruck, als ob sie „Beziehungsstress“ gehabt habe. Sie war in Begleitung eines jungen Mannes, der ihr hinterherlief. Ob die junge Frau die vermisste Studentin Tanja Gräff war, konnten die Zeugen nicht mit Sicherheit sagen.
Haarfarbe, Statur und Schmuck zeigen jedoch Parallelen auf.
Auch die Beschreibung des jungen Mannes, der ihr nacheilte, weist Ähnlichkeiten zu jenem unbekannten Mann auf, in dessen Begleitung Tanja Gräff kurz vor 4 Uhr zuletzt gesehen wurde.
Die Ermittler fragen:1. Wer kann weitere Angabe zu dieser Begegnung beim Drachenhaus machen?
2. Gibt es eine FH-Sommerfest-Besucherin, die ebenfalls wie die Vermisste Tanja heisst und die oben geschilderte Situation kurz nach 5 Uhr selbst erlebt hat?
Solange der Weg, den Tanja Gräff nach 4 Uhr genommen hat; nicht zweifelsfrei geklärt ist, müssen alle Spuren weiterverfolgt werden, auch wenn sie sich scheinbar - wie die hier angesprochenen - in zeitlicher Hinsicht widersprechen.
Die Polizei möchte potenzielle Zeugen ermuntern, sich mit der Hinweisaufnahme der Sonderkommission in Verbindung zu setzen. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, bis das rätselhafte Verschwinden von Tanja Gräff geklärt ist.
Hier noch einmal eine Beschreibung der Vermissten:
Personenbeschreibung
- rote Haare
- ca. 1,70 m groß
- sehr schlank
zuletzt trug Tanja:
- blaue Jeans
- braunes T-Shirt
- eine selbstgenähte Stofftasche mit Hawaii-Muster
- weiße Turnschuhe
- Ohrringe (siehe Foto)
DCRS ONLINE meint: Wer der Polizei auch nur den kleinsten Hinweis geben kann, sollte sich unbedingt sofort mit den Ermittlern unter Tel.: 0651/ 9779 2290 in Verbindung setzen.





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