Neue Erkenntnisse zum Amoklauf von Nebraska
Der junge Mann, der am Mittwoch in einem Einkaufszentrum im US Bundesstaat Nebraska (DCRS ONLINE berichtete) acht Menschen und schließlich sich selbst tötete, spähte seinen Tatort laut der Polizei vor der Tat aus.
Laut der Polizei von Omaha, der Ortschaft, in welcher sich der Amoklauf ereignete, betrat der 19 jährige Robert A. Hawkins den Laden, in dem er später sechs Angestellte und zwei Kunden tötete, zweimal.
Beim ersten Mal sah er sich angeblich lediglich um und verliess das Einkaufszentrum wieder. Nur sechs Minuten später kehrte er aber zurück – mit einem Sturmgewehr bewaffnet, welches er jedoch unter seinem Pullover versteckt hielt.
Hawkings nahm den Lift in den dritten Stock. Dort angekommen eröffnete er zugleich das Feuer auf Mitarbeiter und Kunden.
Sechs Angestellte und zwei Kunden wurden tödlich verwundet, ehe Hawkins sein Sturmgewehr vom Typ Ak-47 gegen sich selbst richtete und dem Amoklauf ein Ende setzte.
Bei den Opfern handelt es sich um fünf Frauen und drei Männer im Alter von 24 bis 66 Jahren.
Fünf weitere Menschen wurden durch Schüsse verletzt, zwei darunter sind laut Spitalangaben weiterhin in einem kritischen Zustand.
Der Gouverneur des Bundesstaates Nebraska kündigte an, dass alle Flaggen bis Sonntag auf Halbmast geflogen werden sollen, um den Opfern des Amoklaufes zu gedenken.
Hawkins wählte seine Opfer angeblich zufällig aus und kannte keines seiner Opfer. Er sprach laut Augenzeugen während dem Amoklauf, während welchem er ungefähr 30 Schüsse abgab, nur sehr wenig.
Die Schiesserei löste eine Massenpanik aus, die auch Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte, so dass Einsatzkräfte und Sanitäter zugleich behindert wurden.
Debora Maruca Kovac, die Vermieterin von Hawkins, fand eine Selbstmordnachricht von eben jenem, nachdem er sie um etwa 13 Uhr anruf – wenige Minuten vor der Schiesserei.
„Er schrieb in seinem Abschiedsbrief, wie sehr ihm das alles Leid tue. Er wollte kein Hindernis sein, er sei doch sein Leben lang lediglich ein Stück Dreck gewesen und jetzt werde er endlich berühmt“, so Kovac über den Inhalt des Abschiedbriefes.
Sie sagte weiter, dass Hawking ein Freund ihrer Söhne war und dass er sie immer wieder an ein abgegebenes Welpen erinnerte, das niemand aufnehmen wollte.
Hawking lebte während etwa anderthalb Jahren mit Kovac Familie, da er angeblich Probleme mit seiner Stiefmutter hatte.
Kovac beschrieb Hawking als anständigen jungen Mann, der jedoch einige emotionale Probleme hatte.
Er zeigte ihr sogar sein Sturmgewehr in der Nacht vor dem Amoklauf, Kovac war aber nicht alarmiert und rechnete nicht mit dem Schlimmsten.
Als Hawking kurz vor dem Massaker am Telefon mit seiner Vermieterin sprach, wollte er sich für alles, was Kovac für ihn getan hatte, bedanken.
Erst wenige Tage vor dem Amoklauf wurde er von McDonald entlassen, wo er zeitweise arbeitete.
Kovac riet Hawking, nach Hause zu kommen, um darüber zu sprechen. Hawking lehnte aber ab, und sagte laut Kovac: „Es ist zu spät“. Wenig später fielen die ersten Schüsse, das ganze dauerte weniger als fünf Minuten.
Präsident Bush hatte die Ortschaft Omaha, wo sich die Schiesserei ereignete, am Mittwoch vor einer Woche besucht.
Dana Perino, Pressesekretärin des Weissen Hauses: „Der Präsident ist in tiefer Trauer über die Schiesserei in Omaha. Seine Gedanken und Gebete sind in diesen Stunden mit den Opfern und ihren Familien“.
DCRS meint: Mann sollte sich ernsthafte Gedanken machen, wieso sich die Jugendlichen so verhalten und nicht alle einfach nur als Irre abtun.
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