Noch heute Einigung im Öffentlichen Dienst

Von Christian Dieter Matuschek

Einigung im öffentlichen Dienst ist greifbarDie Verhandlungen zwischen den Tarifparteien im öffentlichen Dienst sollen noch heute zu einer Einigung gebracht werden. Am Sonntag war überraschend Fahrt in den bislang zähen Tarifkonflikt gekommen.

Die Arbeitgeber legten ein verbessertes Angebot vor. Dieses soll über den Empfehlungen der Schlichtungskommission liegen, die von den Gewerkschaften abgelehnt wurden. Einen Kompromiss hätten Arbeitgeber und Gewerkschaften aber noch nicht ausgehandelt, hieß es am Sonntagabend. Beide Parteien stellten aber in Aussicht, dass am Montag weiter verhandelt werde.

Nach Medienberichten hätten zu diesem Zeitpunkt außerdem schon Eckpunkte für einen Tarifabschluss festgestanden. Ver.di dementiert aber Berichte über eine Einigung. Die Gespräche gelten als letzte Möglichkeit, einen bundesweiten Streik abzuwenden.

Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten im Öffentlichen Dienst ein Lohnplus von 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber hatten bislang eine Lohnerhöhung an längere Arbeitszeiten geknüpft.

Für den Fall eines Kompromisses zeichnet sich daher ein kompliziertes Tarifpaket ab, in dem Lohnerhöhungen und längere Arbeitszeiten miteinander verrechnet werden. Bei den Verhandlungen wurden bereits Arbeitszeitmodelle für besonders belastete Berufsgruppen durchgerechnet. So sollen besonders belasteten Berufsgruppen, wie Krankenschwestern nicht mehr arbeiten müssen, Verwaltungsangestellte hingegen schon.

Die Gespräche waren am 7. März in der fünften Runde von den Gewerkschaften für gescheitert erklärt worden, worauf die Arbeitgeber die Schlichtung anriefen. Die dann nach Ostern abgelehnte Empfehlung der Schlichtungskommission sah für 2008 und 2009 insgesamt sechs Prozent mehr Geld, zwei Einmalzahlungen, aber auch eine Erhöhung der Arbeitszeit im Westen auf 39,5 Wochenstunden vor.

Artikel vom 31. März 2008

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