Nordkorea will das nukleare Programm vollständig einstellen
Wie DCRS ONLINE berichtete, trafen sich am Wochenende Unterhändler der Vereinigten Staaten und Nordkoreas im schweizerischen Genf zu Gesprächen über das nordkoreanische Nuklearprogramm. Die Gespräche wurden am Samstag und am Sonntag geführt. Die ersten Resultate sind nun schon bekannt, und sie sind erfreulich.
Wie der amerikanische Fernsehsender CNN nämlich berichtet, einigten sich die USA und Nordkorea, dass letzteres sein Nuklearprogramm vollständig einstellen wird. Dies ist das erste Mal, dass das kommunistische Land einem Zeitplan zugestimmt hat, der die Beendigung des Atomprogramms beschreibt. Der nordkoreanische Unterhändler hat gegenüber der Presse gesagt, dass Nordkorea bereit ist, das Atomprogramm einzustellen, aber ein genaues Datum hierfür wurde nicht genannt.
Die beiden vergangenen Tage in Genf waren sehr ergebnisreich. Das Treffen wird die Chancen für ein erfolgreiches Treffen zwischen Japan, Nordkorea, Südkorea, Russland, China und den USA später in diesem Jahr enorm begünstigen.
Der amerikanische Unterhändler, Christopher Hill, sagte gegenüber CNN: „Eine Sache, über welche wir uns einigten, ist dass Nordkorea uns alle atomaren Projekte offenbart und diese bis Ende 2007 vollständig einstellt“.
Diese Programme beinhalten laut Hill auch die Anreicherung von Plutonium, wie es zu militärischen Zwecken verwendet werden könnte.
Die beiden Staaten diskutierten weiter darüber, welche Erfordernisse erfüllt werden müssen, damit die USA Nordkorea von der Liste Terrorunterstützenden Ländern und Schurkenstaaten streiche. Darunter gehört auch die Annäherung zu Japan.
Im Austausch zur Abschaltung der nordkoreanischen Reaktoren erhält Nordkorea Entwicklungshilfe und vor allem Erdöl. Nordkorea hat von Südkorea bereits 50000 Tonnen Schweröl erhalten, für die Abschaltung eines Reaktors früher in diesem Jahr.
Nordkorea soll etwa 950000 Tonnen Schweröl für die komplette Stilllegung des Atomprogramms erhalten.
Die Gespräche und die Erfolge zeigen eine Erleichterung in einer sehr angespannten Lage, die mit dem nordkoreanischen Atombombentest im vergangenen Oktober einen Höhepunkt erreichte.





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