Normalbenzin hat kaum mehr Käufer – Super genauso teuer

Von Christian Dieter Matuschek

Keiner kauft mehr NormalbenzinDie Ölkonzerne haben ihre angepeilte Verkaufsstrategie auf dem Benzinmarkt umgesetzt. Seit Superbenzin an den meisten deutschen Tankstellen zum gleichen Preis wie Normalbenzin zu haben ist, steigt der Umsatz des Superkraftstoffes stark an. Auf Dauer wird Normalbenzin, wie von den Energie-Riesen gewünscht, ganz vom Markt verschwinden.

Offizielle Zahlen liegen von den Mineralölunternehmen zwar bislang noch nicht vor, doch sollen sich die Rückgänge in Größenordnungen von mehr als 20 Prozent bewegen.

Im November, als Normal noch einen Cent je Liter billiger war als Super, ging der Normal-Absatz bereits gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 8,4 Prozent zurück, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg mit. Im gesamten Jahresverlauf bis November lag der Rückgang bei 5,6 Prozent auf 5,4 Mio. Tonnen.

Insgesamt setzte die Mineralölwirtschaft allerdings weniger Produkt ab. Dies ist auf das hohe Preisniveau zurück zu führen. Der Verkauf von Otto-Kraftstoffen verringerte sich um 2,8 Prozent, der Heizöl-Absatz war um knapp 38 Prozent rückläufig. Lediglich der Diesel-Absatz lag in den ersten elf Monaten mit 1,0 Prozent im Plus.

Die MWV-Experten führen das im Wesentlichen auf den gewerblichen Güterverkehr zurück, der eher von der Konjunktur als vom Preisniveau abhängt. Insgesamt ging der Absatz der wichtigsten Ölprodukte bis November um 12,7 Prozent auf 67,8 Mio. Tonnen zurück.

Regionale Preiskämpfe führten in den vergangen Wochen teilweise zu Hamsterkäufe. Sogar mit Engpässen hatte so manche Tankstelle zu kämpfen. Hier haben sich die Wogen nun aber wieder geglättet. Die Konkurrenten sind nach zwei Wochen weitgehend dem Marktführer Aral gefolgt und bieten Normal- und Superbenzin zum gleichen Preis an. Die deutsche Shell-Organisation, die zunächst einen halben Cent Preisabstand gelassen hatte, begründete die Preisgleichheit mit den steigenden Kosten je Liter bei sinkendem Normal-Absatz. Von den größeren Tankstellen-Ketten bietet gegenwärtig lediglich Jet das Normalbenzin noch günstiger an als Super.

Es dürfte allerdings auch hier nur eine Frage der Zeit sein, bis das Normalbenzin so teuer wie Super ist.

Im bundesweiten Durchschnitt kosteten Super- und Normalbenzin am Donnerstag 1,34 Euro je Liter, während Diesel für 1,26 Euro zu haben war. Der Preisabstand zwischen Benzin und Diesel, der zeitweise auf fünf Cent geschrumpft war, hat sich damit wieder auf acht Cent vergrößert. Auch gibt es nach Angaben der Konzerne keine Tankstellen mehr, an denen Benzin und Diesel gleich kosten.

DCRS ONLINE meint: Bezahlbar ist das ganze für viele sowieso nicht !

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Artikel vom 13. Dezember 2007

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