Noroviren weiter auf dem Vormarsch – Erkrankungen erneut gestiegen

Von Stefan Marx

Der Norovirus mcht den Ärzten viel ArbeitIm vergangenen Winter sprach man von einer „Rekordwelle“ an Norovirus -Erkrankungen, doch im Vergleichszeitraum in diesem Jahr ist die Zahl der gemeldeten Erkrankungen bereits deutlich höher als während der „Rekordwelle“ im vergangenen Jahr. Forscher sind hoch alarmiert.

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI)teilte am Montag die aktuellen Zahlen seit Mitte August mit. So ist die Zahl der Fälle kontinuierlich gestiegen.

Für die 44. Kalenderwoche ab 29. Oktober seien bislang 2796 Erkrankungen gemeldet worden. Es sei jedoch von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen.

Die Fallzahlen liegen dem RKI zufolge etwas höher als in den entsprechenden Zeiträumen 2004/2005 und der „Rekordwelle“ von Oktober 2006 bis Mitte Juni 2007. Damals wurden 137 480 Fälle gemeldet, 48 Menschen starben. Die höhere Zahl von Meldungen könnte laut den Experten auf eine gestiegene öffentliche Wahrnehmung zurückzuführen sein.

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen und treten vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf. Zu den Symptomen zählen starke Übelkeit, plötzlich einsetzendes Erbrechen und Durchfall. Für gesunde Menschen ist eine Infektion nicht lebensbedrohlich. Vor allem bei sehr alten Menschen kann eine Erkrankung aber tödlich verlaufen.

DCRS ONLINE meint: Gefährlich wird es dann, wenn gängige Therapiemethoden mit Antibiotikas nicht mehr anschlagen, die Erreger mutieren und resistent werden.

Artikel vom 19. November 2007

Hinterlasse eine Antwort