Notenbanken rüsten sich schon für nächste Krise

Von Andre Bergmann

Notenbanken rüsten sich schon für nächste Krise   FotoDie nächste Krise kommt bestimmt, daher wollen die wichtigsten Notenbanken weltweit laut einem Zeitungsbericht die Regeln zur Vergabe von Geldern massiv verändern. Ein erneutes Austrocknen des Geldmarktes soll bei künftigen Krisen vermieden werden.

So berichtet die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Finanzkreise, dass die Europäische Zentralbank, EZB, und die US-Notenbank, Fed, sowie weitere große Zentralbanken den Zugang zu Geldmitteln in Krisenzeiten deutlich erleichtern wollen.

Demnach sollen europäische Banken zum Beispiel auch dann Geld von der Fed erhalten, wenn sie dafür Wertpapiere hinterlegen, die auf Euro lauten. Bislang akzeptieren die Notenbanken nur Sicherheiten in der eigenen Währung.

Mit ihren Plänen ziehen die Zentralbanken weitreichende Konsequenzen aus der katuellen Finanzmarktlage.

Das Financial Stability Forum (FSF), in dem unter anderem Aufseher und Notenbanker vertreten sind, hatte schon im April angeregt, dass die Notenbanken Sicherheiten in Fremdwährungen annehmen sollen.

Dass sie das bislang unterlassen, gilt als wichtiger Grund für die seit Monaten angespannte Lage an Teilen des Geldmarkts. Am Geldmarkt versorgen sich die Banken mit Liquidität. Seit Ausbruch der Finanzkrise vor gut einem Jahr drohte der Markt mehrmals auszutrocknen, da die Banken sich kaum mehr vertrauten und untereinander weniger Geld liehen.

Artikel vom 28. August 2008

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