Nürnberger Eisbärenbaby hat Probleme mit der Verdauung !

Von Irina Heidkamp

Eisbärenbaby NürnbergDas Nürnberger Eisbärenbaby verzückt jung und alt. Doch schon fangen auch die Sorgen an. Offenbar scheidet das Baby bislang nur sehr wenig oder gar nichts aus. Dabei hat die kleine Dame aber einen Rießen-Hunger. Die Pfleger sind beunruhigt.

Auch die Suche nach einem anderen Eisbärenweisen hat bislang als vergeblich entpuppt.

Eine Mitarbeiterin des Moskauer Zoos sagte am Freitag auf ddp-Anfrage, es gebe in der russischen Hauptstadt zwar auch Eisbärenjunge. Sie seien allerdings noch so klein, dass man sich bisher noch nicht an sie herangewagt habe.

Der Moskauer Zoo werde aber andere russische Zoos konsultieren, um herauszubekommen, ob sie den Nürnbergern helfen könnten, kündigte sie an. Die Einzelheiten werde man aber direkt mit Nürnberg besprechen.

Zuvor hatte sich bereits der Nürnberger Tiergarten-Direktor Dag Encke skeptisch über die Aussichten auf ein weiteres Eisbärenbaby gezeigt: „Ich habe in Moskau per E-Mail nach einem Eisbären-Waisenkind angefragt, aber die wären wahrscheinlich wenig begeistert, es abzugeben“.

Das Nürnberger Jungtier hat auch die dritte Nacht nach der Wegnahme von seiner Mutter Vera gut überstanden. Nach Angaben der betreuenden Pfleger bekommt es sechsmal am Tag bis zu 120 Milliliter Kunstmilch zu trinken. Es wiege mittlerweile 2050 Gramm, sagte Raubtier-Revierleiter Harald Hager.

Tierarzt Bernhard Neurohr sagte, man beobachte die Verdauung des Eisbären-Weibchens mit Sorge, da erst nach 72 Stunden ein Grashalm ausgeschieden worden sei, den das Jungtier noch in der Höhle seiner Mutter aufgenommen haben muss. Tierpflegerin Petra Fritz berichtete unterdessen von ersten zaghaften Versuchen des kleinen Eisbären, die Augen zu öffnen: „Das Tier hat wohl blaue Augen“, sagte sie am Freitag.

DCRS ONLINE meint: Mit der kleinen Eisbärendame wird es wohl noch einige Aufregungen geben.

Foto: Tiergarten Nuernberg/ ddp

Artikel vom 12. Januar 2008

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