Obama hat für abgeschlagene Clinton keine Aufmerksamkeit mehr

Von Eleonore Matschge

Barack ObamaDer junge Barack Obama, er erinnert viele Amerikaner an den jungen John F. Kennedy und sie hoffen auf einen ähnlich glanzvollen Präsidenten in dem jungen Mann. Obama selbst scheint sich selbst bereits als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu betrachten, denn für seine Konkurrenten Hillary Clinton findet er keine Aufmerksamkeit mehr.

Überzeugung oder Strategie ?! Ob sich Obama tatsächlich seines Sieges so sicher ist, oder ob er sich die Ignoranz der immer hektischer agierenden Hillary Clinton zur Strategie gemacht hat, bleibt vorerst ungewiss. Tatsächlich wirkt Hillary Clinton aber neben dem jungen, aufstrebenden Obama eher wie eine nicht mehr ganz taufrische 68zigerin, die sich verzweifelt an eine immer mehr dahin schwindende Hoffnung klammert, hysterisch um sich schlägt und zunehmend die Kontrolle verliert.

Ganz offensichtlich hält Obama aber die besseren Karten in der Hand. Seine Umfragewerte steigen immer weiter, auch in Texas und Ohio. Dort soll am Dienstag gewählt werden. In Texas hat er Clinton bereits überholt, in Ohio werden sich die beiden vermutlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts Zogby zufolge kann Obama in Texas mit 48 Prozent der Stimmen rechnen, Clinton mit 42 Prozent. In Ohio kam Obama mit 42 Prozent nahe an Clinton heran, für die 44 Prozent verzeichnet wurden.

In beiden Staaten hatte die Senatorin noch Anfang Februar mit zweistelligem Abstand geführt. Sie muss nach Einschätzung ihres Teams beide Staaten gewinnen, um ihre Kandidatur aufrecht erhalten zu können.

Klarer sah die Lage auf Seite der Republikaner aus, die am Dienstag ebenfalls Vorwahlen abhalten. Senator John McCain führte in beiden Staaten mit deutlichem Abstand vor Ex-Gouverneur Mike Huckabee.

Sollte McCain bei den Abstimmungen siegen, hätte er eine Mehrheit der Delegierten für den Nominierungsparteitag im Sommer sicher. Neben Texas und Ohio finden am 4. März auch in den beiden kleineren Neuenglandstaaten Rhode Island und Vermont Vorwahlen statt.

Unterdessen bricht der Kampf zwischen Obama und Clinton immer neue Finanzrekorde. Die Ex-First-Lady sammelte nach Angaben ihres Büros vom Donnerstag im Februar 35 Millionen Dollar an Spendengeldern für ihren Wahlkampf und stellte damit einen neuen Monatsrekord auf.

Das Büro von Barack Obama hielt sich mit genauen Angaben zu den Spendeneinnahmen bedeckt. Allerdings soll er Gerüchten zufolge mehr als 50 Millionen Dollar gesammelt haben und hätte Clinton damit gewaltig überrundet.

Neuen Umfragen zufolge verlor Clinton vor den Vorwahlen in Texas und Ohio am Dienstag weiter an Zustimmung gegenüber ihrem Konkurrenten.

Clintons Wahlkampfteam wertete das gesteigerte Spendeneinkommen als Zeichen des Auftriebs für die Kandidatin vor den bevorstehenden Vorwahlen. “Wir stehen am Beginn eines Aufschwungs”, sagte Clintons Wahlkampfberater Harold Ickes. Die Serie von elf Vorwahl-Niederlagen in Folge gegen Obama bezeichnete er als “Durststrecke”, die sich nun dem Ende zuneige.

DCRS meint: Wenn Clinton das Ruder noch einmal herumreißen sollte, dürfte dieser Wahlkampf als Endlos-Kopf-an-Kopf-Rennen in die Geschichte Amerikas eingehen !

Artikel vom 1. März 2008

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