Obama hat Wettkampf um Demokraten-Kandidatur gewonnen

Von Andre Bergmann

Obama hat Wettkampf um Demokraten Kandidatur gewonnenWie die Nachrichtenagentur AP behauptet, hat Barack Obama nun genug Delegiertenstimmen gesammelt um sich zum Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu ernennen. Angeblich hat sich seine Konkurrentin Hillary Clinton auch schon dazu entschlossen Vize-Präsidentin zu werden.

Wie die Berechnungen der Nachrichtenagentur AP ergeben hat Barack Obama die für die Nominierung notwendige Zahl an Delegierten unter Dach und Fach.

Die Berechnung, die am Dienstag wenige Stunden vor dem Ende der Vorwahlen in den Staaten Montana und South Dakota vorlag, beruht auf mehreren Faktoren: erstens der öffentlichen Zusage von Delegierten, zweitens auf über einem Dutzend privat geäußerten Erklärungen von Delegierten sowie drittens auf einer garantierten Mindestzahl von Stimmen, die Obama bei den aktuellen Vorwahlen in South Dakota und Montana auf jeden Fall erhalten wird, selbst wenn er dort verlieren sollte.

Seine Rivalin Hillary Clinton will unterdessen den Sieg Obamas anerkennen, wie führende Mitarbeiter ihres Wahlkampfteams berichteten. Offiziell werde Clinton aber aus taktischen Gründen noch nicht das Handtuch werfen. Davon erhoffe sich die routinierte Politikerin Verhandlungsspielraum mit Obama, beispielsweise in der Frage einer möglichen Vizepräsidentschaft.

Clinton wolle bei einer Rede am Dienstagabend (Ortszeit) in New York anerkennen, dass Obama die für die Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten notwendigen Delegiertenstimmen hinter sich habe, erklärten führende Mitarbeiter ihres Wahlkampfteams. Das bedeute de facto das Ende ihrer Kandidatur.

Die Senatorin werde versprechen, sich weiter für wichtige Themen wie Gesundheitsfürsorge einzusetzen, hieß es weiter. Im Grunde sei der Wahlkampf aber damit beendet.

Die Anzeichen für Clintons Rückzug waren seit Montagabend immer deutlicher geworden. Ihr Wahlkampfmanager Terry McAuliffe sagte im Gespräch mit dem Sender NBC, wenn Obama die noch fehlenden Stimmen zur Nominierung erreiche, dann werde Clinton „ihm gratulieren und ihn den Kandidaten nennen“.

McAuliffes Aussage war der bis dahin deutlichste Hinweis, dass Clinton ihre Niederlage nach den Vorwahlen in Montana und South Dakota akzeptieren würde.

Artikel vom 3. Juni 2008

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