Obama sammelt Superdelegierte

Von Christian Dieter Matuschek

Obama sammelt SuperdelegierteDer Kampf um die Kandidatur für die Demokraten im Kampf um das Weiße Haus dürfte bald ein Ende finden. Der „schwarze Kennedy“, Barack Obama, hat seinen Vorsprung bei den Stimmpunkten bei den jüngsten Wahlen weiter ausbauen können und holt nun auch bei den Superdelegierten gehörig auf. Hier hatte seine Kontrahentin Hillary Clinton bislang immer noch geführt.

Sechs weiter Superdelegierten haben Obama ihre Unterstützung zugesagt.

Zu Obamas neuen Gefolgsleuten gehören der Chef der einflussreichen Gewerkschaft der Regierungsbeschäftigten (AFGE), John Gage, und der schwarze Kongressabgeordnete Donald Payne aus New Jersey, der ursprünglich Hillary Clinton unterstützte, jetzt aber zu Obama übergelaufen ist.

Er ist schon der dritte Überläufer seit den Vorwahlen vom Dienstag! Obama hatte in North Carolina mit 14 Prozentpunkten Vorsprung gesiegt, Clinton in Indiana dagegen nur ganz knapp gewonnen.

Die kritischen Stimmen zu Hillary Clinton werden immer lauter. Die Demokraten befinden sich schon jetzt in einem belastenden Wahl-Debakel.

Ein Superdelegierte bekannte sich dennoch öffentlich zu Clinton. Für sie sprach sich der Abgeordnete Chris Carney aus Pennsylvania aus. Er begründete dies damit, dass sich die Wähler in seinem Wahlkreis bei der Vorwahl mit klarer Mehrheit für Clinton ausgesprochen hätten.

Damit kommt nach neuestem Stand Obama auf 1857 Delegiertenstimmen und Clinton auf 1697. Für eine Nominierung sind 2025 Stimmen erforderlich. Diese Zahl kann aber keiner der Kandidaten mehr in den Vorwahlen erreichen. Die Entscheidung wird deshalb auf dem Nominierungsparteitag im August fallen und von den Superdelegierten getragen werden.

Nach Berichten über seine Kontakte zur radikalislamischen Hamas hat sich ein Berater von Barack Obama aus der Kampagne zurückgezogen.

Er halte es für das Beste, wenn er nicht mehr mit Obamas Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in Verbindung gebracht werde, sagte Obamas informeller Nahost-Berater Robert Malley dem US-Fernsehsender NBC.

Seine Arbeit bei der regierungsunabhängigen Organisation International Crisis Group bringe es mit sich, dass er mit allen möglichen „angenehmen und unangenehmen Menschen“ treffe und über deren Ansichten berichte, sagte Malley. Er habe niemals verschwiegen, wer seine Gesprächspartner seien. Mit dem Schritt reagierte Malley auf Nachfragen der Londoner Zeitung „The Times“ zu seinen Hamas-Kontakten.

Artikel vom 10. Mai 2008

Eine Antwort zu “Obama sammelt Superdelegierte”

  1. Hans meint:

    Was Robert Malley wohl nach einem evtl. Wahlsieg Osamas werden würde? Außenminister oder “nur” außenpolitischer Berater des Präsidenten?

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