Oberpfälzer Schulbusfahrer hatte keinen gültigen Führerschein

Von Eleonore Matschge

Oberpfälzer Schulbusfahrer hatte keinen gültigen FührerscheinDer Busfahrer des Schulbusses, der in der Oberpfalz am Montag mit 14 Insassen schwer verunglückte, hat keinen gültigen Führerschein, titelte die Bildzeitung jüngst. Mit der Unfallursache und dem Hergang hat das aber wenig zu tun.

Verursacht wurde der Unfall durch defekte Bremsen, wie die Polizei jetzt mitteilte.

Allerdings hätte der bereits 70 Jahre alte Busfahrer seinen Führerschein bereits im Juni 2005 verlängern lassen müssen. Das hat er nicht gemacht, fuhr in der Folgezeit ohne gültige Fahrerlaubnis.

Der Bus mit 26 Sitzplätzen war auf einer abschüssigen Strecke in Pressath von der Straße abgekommen und dann zunächst gegen eine Hauswand geprallt. Anschließend schleuderte der Schulbus in einen Zaun auf einem Gartengrundstück.

Alle Insassen wurden verletzt, zwei lebensgefährlich, vier weitere schwer.

Gutachter stellten im Nachhinein fest: Es gab ein Leck in der Bremsleitung, durch das fast die ganze Bremsflüssigkeit ausgelaufen war. Das hätte der Fahrer aber eigentlich bemerken müssen, auch weil eine Warnleuchte am Armaturenbrett darauf hinwies!

Ein juristisches Nachspiel wird der Unfall für den 70jährigen Busfahrer auf jeden Fall haben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Auch gegen die Halterin des Busses, die 36-jährige Tochter des Fahrers, wird ermittelt.

Bei einer ersten Vernehmung habe der Fahrer die Aussage verweigert, so die Polizei.

Bei dem Unfall am Montag waren der Fahrer, ein Erwachsener und 13 Jugendliche verletzt worden. Zwei Mädchen schwebten einige Zeit in Lebensgefahr. Ihr Zustand hat sich aber stabilisiert.

Artikel vom 13. März 2008

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