Ölpreis – keine Entspannung bis 2013
Der Ölpreis wird in absehbarer Zeit nicht mehr sinken, davon sind Energieexperten der Internationalen Energie-Agentur, IEA, überzeugt. Zwar könne sich der Markt bis 2009/2013 etwas entspannen, weil neue Förderprojekte aufgenommen würden, doch anschließend werde die Förderung wieder sinken und gleichzeitig die Nachfrage aber weiter steigen, so IEA-Exekutivdirektor Nobuo Tanaka. Vor allem der Energiehunger der Entwicklungsländer werde weiter steigen. „Bis 2013 bleibt die Lage am Markt sicher gespannt.”
Der IEA-Direktor rief die Produzenten auf, mehr zu investieren. Aber auch die Verbraucher seien in der Pflicht, Energie zu sparen. Die Schwellenländer forderte Tanaka auf, Benzinpreise nicht länger künstlich niedrig zu halten. Zugleich warnte er die Industrieländer davor, ihre Steuern auf Öl zu senken: “Das Preissignal muss ungefiltert den Verbraucher erreichen. Das gibt nötige Anreize, das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln.”
Spekulation verstärkt nach Tanakas Einschätzung die Bewegungen des Ölpreises, sei aber nicht die Ursache. Um den Ölmarkt zu entspannen, müssten sich die Marktfundamente ändern: Mehr Investitionen auf der Angebotsseite, stärkere Energiesparbemühungen auf der Nachfrageseite. “Dann verschwindet auch die Spekulation, die auf weiter steigende Ölpreise setzt”, sagte der IEA-Chef.





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