Pädophiler Pfarrer von Riekhofen nur vermindert schuldfähig !

Von Jette Petersen

Es ist ein Schlag ins Gesicht der wehrlosen Opfer. Ein Pädophieler Pfarrer war von der katholischen Kirche als geheilt betrachtet worden und vor wenigen Jahren erneut in einer Gemeinde eingesetzt worden, in Riekhofen. Der Geistliche wurde rückfällig.

Bundesweit wurde über den Fall bereits diskutiert. Eine Mitschuld wies die Kirche stets von sich. Man habe sich auf Gutachten verlassen, die den Mann als ungefährlich einstuften und ihn daher wieder eingesetzt, - wieder auf kleine Jungen losgelassen.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat den pädophilen Ex-Pfarrer aus dem oberpfälzischen Riekofen wegen 22 sexueller Übergriffe auf einen Ministranten nun angeklagt. Wieder einmal.

Doch mit einer tatsächlichen Strafe hat der Geistliche wohl nicht zu rechnen, denn die Staatsanwaltschaft spricht von verminderter Schuldfähigkeit des Mannes.

Für seine Taten haben seine Fähigkeiten allerdings ausgereicht. Das Opfer ist auf Grund der angeblichen, verminderten Schuldfähigkeit nicht weniger geschädigt, eher noch mehr.

Der 40 Jahre alte vorbestrafte Priester soll sich Anfang 2004 erstmals an einem damals elf Jahre alten Jungen vergangenen haben. Danach soll es immer wieder zu Missbrauchsfällen gekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass die Schuldfähigkeit des Mannes erheblich vermindert war, teilte die Justizpressestelle Nürnberg am Donnerstag mit. Der 40-Jährige soll daher in einer Psychiatrie therapiert werden.

DCRS meint: Immer finden Täter in unserem Rechtssystem Schlupflöcher, um sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Eine echten Opferschutz gibt es nicht.

Artikel vom 1. Februar 2008

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