Pädophilie und Missbrauch
Missbrauch war früher ein absolutes Tabuthema. Erst in den letzten Jahren wurde offener darüber gesprochen und die Opferstatistiken, mal ganz abgesehen von der Dunkelziffer, sind immens, auch die gesundheitlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben in körperlicher und seelischer Hinsicht für alle, die das ertragen mussten.
Das Wort Pädophilie stammt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt: pädo = Kind und philie = Freundschaft.
Kindfreundschaft. Unzutreffender geht`s nicht mehr. Auch das Wort Missbrauch sowie Kinderschändung empfinde ich als viel zu verharmlosend. Es ist extremer Machtmissbrauch an vertrauensvollen Kindern, die sich nicht zur Wehr setzen können. Deshalb wird von Opferverbänden gefordert, dass das Wort Pädophilie in Pädosexualität umgewandelt wird. Bei Straftaten wäre es meiner Ansicht nach aber besser, wenn statt Missbrauch das Wort Pädokriminalität und -kriminelle benutzt würde, weil es viel treffender beschreibt, was es beinhaltet und ausdrückt. Alles andere beschönigt, verschleiert die Taten und deckt die Täter. Es wenigstens klar zu benennen wäre das Mindeste.
Seitdem es Internet gibt, sind dieselbigen auch verstärkt in den Kinderchats unterwegs, in denen sie offen oder auch als verjüngte Fakes Kinder ansprechen, sie in sexuelle Gespräche verwickeln oder Dates mit ihnen ausmachen.
Aber nicht nur das: Es gibt im Internet Foren und Seiten, in denen sie ganz offen unterwegs sind, sich in Gruppen finden und gegenseitig bestätigen, in dem was sie denken, fühlen und tun. Es werden munter Bilder von ihren “Lieblingen” eingestellt, die meist spärlich bekleidet sind. Auf den Fotos sind durchaus auch fünfjährige Mädchen zu sehen. Ich habe mich letztes Jahr einmal per Mail bei einer Opfer-Organisation erkundigt, die besonders die Krumme 13 im Auge hat, warum solche Seiten nicht verboten werden können. Die Antwort darauf war natürlich, dass es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Die Inhaber solcher Seiten wüssten ganz genau, wie weit sie öffentlich gehen können, ohne dafür belangt zu werden. Weiter heißt es in dem Antwortschreiben, dass u.a. der Chef der Krummen 13, Dieter Gieseking, zwar bereits in zwei Instanzen verurteilt wurde wegen kinderpornographischer Darstellung, in der 3. Instanz aber doch wieder davongekommen ist. Eine Petition mit der Forderung des Verbots solcher Organisationen wie der Krummen 13 wurde von der Justizministerin abgelehnt.
Aus einem anderen Bericht einer Kinderschutzseite war zu lesen, dass die Polizei an einem einzigen Tag 840.000!!! Zugriffe auf eine Homepage mit 60 kinderpornographischen Bildern zählte. Eine beachtliche Zahl, wenn wir davon ausgehen, dass an diesem Tag sicherlich nicht alle sexuell an Kindern Interessierte am Computer saßen, und der Teil, der im Internet unterwegs war, vermutlich nicht ausnahmslos diese Seite angeklickt hat. Da lassen sich Dunkelziffern ausmalen, bei denen Schaudern angesagt ist.
Wie ich oben schon erwähnt hatte, unterstützen sich auf diesen Seiten die Pädophilen/-kriminellen gegenseitig und stellen Forderungen nach Legalisierung. Kinderbilder werden getauscht wie auf einer Philateliemesse die Briefmarken. Aus weiteren Berichten über Gieseking weiß ich, dass sie sich sogar in Gerichtsverfahren gegenseitig stärken, dort als Zuschauer aufkreuzen, Gerichtsverhandlungen und Urteilsverkündungen mit lautstarken Sprüchen stören und kommentieren. Für mich heißt das, dass sie sich mittlerweile im absoluten Recht fühlen und ihr Verlangen nach Kindern nicht mehr verstecken wollen. Ich erinnere bei der Gelegenheit an die NVD, die sich 2007 in den Niederlanden organisiert hat und deren Bestreben es ist, straffreien Sex mit Zwölfjährigen zu legalisieren, bzw. auf lange Sicht sogar eine komplette Abschaffung der Altersgrenzen zu erreichen. Auch pornografische Filme sollten ihrer Ansicht nach tagsüber gezeigt werden können. Es gehe ihnen darum, Kindern zu ihrem Recht zu verhelfen.
Wie selbstlos… und was für Ohrfeigen müssen das sein für betroffene Kinder, Jugendliche, deren späteren PartnerInnen und Angehörige.
Der Gerechtigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass der Chef der NVD bei der ersten Veröffentlichung ihrer Forderungen sich gerade auf einem Campingplatz befand und die Flucht ergreifen musste, als es sich dort herumgesprochen hatte.
Wenn es möglich ist, dass Pädosexuelle und -kriminelle ungestraft im Netz tätig sein können und sich dadurch gerechtfertigt fühlen, immer offener ihre “Neigungen” ausleben zu können, dann frage ich mich, wo der Schutz für die Kinder und mittlerweile Erwachsenen bleibt, die ihr Leben lang mit den Folgen der Übergriffe zu kämpfen haben. Hier werden meines Erachtens die Rechte derer, die für diese Folgen verantwortlich sind, über die Rechte der Opfer gestellt. Schlimm genug, dass viele Fälle, die angezeigt werden, gar nicht zur Verhandlung kommen oder die Täter ungestraft wieder aus dem Gerichtssaal marschieren können. Selbst wenn es zu Verurteilungen kommt, erscheint das Strafmaß oft als ein schlechter Scherz. Neun Jahre Haft für 10 Jahre Vergewaltigungen an der Tochter? Bewährung für Missbrauch, weil zuvor nie aktenkundig aufgefallen? Begangene Verbrechen mit der Neigung zu Pädophilie werden “härter” bestraft als “Ersatzobjekttäter” mit der Begründung, dass letztere an sich eher auf Erwachsene stehen? Gutachterlich geprüfte Priester zeigen in der Regel kein pädophiles Muster?
Es muss sich niemand wundern, dass nur sehr wenige Fälle zur Anzeige gebracht werden, wenn Verbrecher derartig in Schutz genommen werden und ungestraft tun können, was sie wollen, mal abgesehen davon, dass den Opfern oftmals nicht geglaubt wird und sie sich sozusagen in der Beweispflicht wiederfinden.
Erstaunlicherweise finden sich im Internet Seiten, auf denen Privatpersonen, Ärzte und Wissenschaftler die Rechte der “Kinderfreunde” verteidigen. Es gibt sogar einen Verein, der sich um Aufklärung bemüht. Haben die sich auch mit den Rechten der Kinder auseinandergesetzt? Oder anders gefragt: Welche Interessen stecken dahinter?





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18. Juli 2008 um 15:14
Die meisten Männer, die Kinder missbrauchen, leiden nicht an der Störung ihres Sexualtriebes, wie das bei der Pädosexualität der Fall ist, die meisten sind brave Familienväter, die zu viel getrunken hatten und Macht ausüben wollten über Wehrlose.. das nicht sehen zu wollen, dass es viel mehr um Machtausübung geht, als um Pädosexualität, und dass die meisten Missbraucher absolute Soziopathen sind, denen die Seele eines anderen Menschen völlig gleichgültig ist, hat vermutlich darin seinen Grund, dass wir uns ernsthaft überlegen müssten, welchem Mann wir noch mit einem freundlichen “Guten Tag” begegnen können…
Wirkliche “Pädophile” sind kranke Menschen und sollten therapiert werden!” Den alltäglichen Soziopathen, die meist auch noch den vorausgegangenen Alkoholgenuss als strafmindernd “absetzen können” - denen sollte viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, aber dazu bräuchte es Zivilcourage - und an der fehlt es in Deutschland an allen Ecken und Enden…
Ich glaube, wenn wir wüssten, wer alles ein Missbraucher ist, würden wir vor Entsetzen den Glauben an die Menschheit verlieren.