Peter Struck hört auf

Von Eleonore Matschge

Peter Struck hört aufDie SPD verliert einen ihrer wichtigsten Kämpfer. Peter Struck hört auf. Es war bereits mehrfach darüber spekuliert worden, dass der SPD-Fraktionschef im Wahlkampf 2009 nicht mehr antreten werde. Jetzt ist es offiziell. Struck wolle sich im Herbst des kommenden Jahres aus der Bundespolitik zurück ziehen. Er stehe für kein weiteres Parlamentsmandat mehr zur Verfügung. Das teilte der langjährige SPD-Politiker in einem Schreiben an seinen SPD-Unterbezirk Celle/Uelzen, Niedersachsen, jüngst mit.

Bis zur Neuwahl des Bundestages wolle er aber Abgeordneter und SPD-Fraktionsvorsitzender bleiben. „In gewohnter Weise und gerne“ werde er seine Aufgaben weiter erfüllen. Vor allem auch bei der Förderalismuskommission II werde er sich weiterhin als Vorsitzender stark engagieren und die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern neu regeln.

Bereits seit dem Jahr 1980 gehört Struck dem Bundestag an. Jetzt habe er aber zusammen mit seiner Familie den Entschluss gefasst aufzuhören. Damit seine Partei die Nachfolge frühzeitig klären könne, gebe er seine Entscheidung schon jetzt bekannt.

Struck hat den Bundestagswahlkreis Celle/Uelzen seit 1998 dreimal direkt gewonnen. Er ist seit November 2005 erneut Chef der SPD- Bundestagsfraktion. Dieses Amt hatte er bereits von 1998 bis 2002 inne. Danach war er knapp drei Jahre Verteidigungsminister. In dieser Zeit erlitt Struck einen Schlaganfall, von dem er sich aber wieder erholte. Wer 2009 neuer SPD-Fraktionschef wird, ist noch offen. Als ein Nachfolger im Gespräch ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der ebenfalls aus Niedersachsen stammt.

Am Wochenende hatte bereits Fraktionsvize Ludwig Stiegler seinen Verzicht auf eine neue Bundestagskandidatur für 2009 mitgeteilt. Auch der frühere Finanzminister Hans Eichel tritt nicht wieder an.

Artikel vom 28. April 2008

Eine Antwort zu “Peter Struck hört auf”

  1. Hans meint:

    Ob das ein Verlust ist?

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