Pfarrer lässt sich zur Frau umwandeln
„Ich fühle mich nicht mehr als Mann“. Zu dieser Ansicht ist ein 45jähriger Pfarrer aus dem Sauerland gekommen. Der 45jährige ist felsenfest davon überzeugt, eigentlich eine Frau zu sein, - sein zu müssen. Weil er aber als Mann geboren wurde, will sich der Transsexuelle jetzt umoperieren lassen und zur Frau werden.
Der Pfarrer, der in einer evangelischen Kirche seinen Beruf ausübte, ist seit 13 Jahren verheiratet, führte bislang ein unauffälliges Leben zwischen Altar, Bibel und Seelsorge.
Doch bald müssen sich die Gläubigen das Abendmahl von einer Pastorin bereiten lassen.
Denn: Der 45jährige denkt gar nicht daran seinen Talar an den Nagel zu hängen.
Selbstbewusst erklärt der 45jährige, der nicht beim Namen genannt werden will: Ich predige auch als Frau weiter. Er hofft, nach der Geschlechtsumwandlung eine neue Gemeinde zu bekommen, in der man seine Vorgeschichte nicht kennt. Dort will er dann als Pastorin ganz neu beginnen.
Schon als dreijähriger Junge habe er bemerkt, dass er anders sei. Er fühlte sich mehr als Mädchen. „Nachts, wenn mich keiner sah, habe ich mich verkleidet. Ich war perfekt im Verstecken. Ich wickelte mich in Gardinen ein und spielte Braut.“
Später zog er sich heimlich die Sachen seiner Mutter an und betete jeden Abend, Gott möge ihn doch am nächsten Morgen als Mädchen aufwachen lassen. Die Eltern bemerkten seine Neigungen.
„Sie haben meine Empfindungen hingenommen, gesprochen wurde darüber nicht.“
Sein heutige Ehefrau steht zu ihm, will die Beziehung auch künftig aufrecht erhaltne.
Zu seiner kuriosen Wandlung sagt der 45jährige achselzuckend: „Es ist, wie es ist. Ich will einfach ich sein. Und ich will nicht perfekt sein.“





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19. September 2008 um 11:03
Es scheint, als ist Deutschland immer noch ein Entwicklungsland, wenn es darum geht, die geschlechtliche Identität transsexueller Menschen, die nicht mehr oder wenig sind, als sie sind - nämlich mit Körpermerkmalen geboren, die ihrem eigentlichen Geburtsgeschlecht gegenüberstehen - zu respektieren. Dieser Respekt fängt damit an, bei einem Artikel über eine transsexuelle Frau auch die richtigen Personalpronomen zu verwenden - in diesem Fall eben “sie”. Wer weiss, dass die Geschlechtlichkeit eines Menschen nicht am Vorhandensein oder eines Penis festgemacht werden kann - was international, aber scheinbar nicht in Deutschland, seit Jahrzehnten bekannt ist (es sträuben sich hierzulande einige Intressensgruppen dagegen wissenschaftliche Erkenntnsise anzuerkennen) - wird auch feststellen können (vorausgesetzt ein Hirn zum Denken ist vorhanden), dass es auch transsexuelle Frauen geben kann, die in der männlichen Rolle leben, und irgendwann bemerken, dass diese Rolle nichts mit der eigentlichen Wahrheit zu tun hat. Ja, es gibt Mädchen, die mit Penis und Hoden geboren werden… und wenn sie älter werden und in einer Welt aufwachsen, in denen diese Wahrheit abgestritten wird, kann es passieren, dass es Jahre dauert, bis sie den Mut fassen zu ihrem eigenen Geburtsgeschlecht zu stehen. Dass in Deutschland gerade dann, wenn dieser Schritt erfolgt, dieser nicht respektiert wird, sondern konsequent von “er” und “Mann” gesprochen wird ist nicht mehr und nicht weniger als: übelste Diskriminierung. Es wäre schön, wenn hier einmal klar werden würde, wer hier die eigentlichen Täter sind. Es sind die, welche Menschen zu etwas erklären, was sie nicht sind. Wer in einem Artikel aus einer transsexuellen Frau, die mit Penis und Hoden geboren wurde, einen Mann macht, der “Frau werden” will, verbreitet ein falsches Bild. Denken sie darüber einmal nach.