Phantomkillerin von Heilbronn- Wurde sie zur Killerin ausgebildet ?

Von Irina Heidkamp

Phantomkillerin von Heilbronn- Wurde sie zur Killerin ausgebildet ?  FotoDer Polizistenmord von Heilbronn schockierte Deutschland. Polizeimeisterin Michéle Kiesewetter, † 22, wurde in ihrem Streifenwagen während einer kurzen Mittagspause von der bislang unbekannten Phantomkillerin erschossen.

Jetzt haben Ermittler einen schauerlichen Verdacht. Vermutlich wurde das „Phantom“ bereits als Kind zum Killer erzogen, musste bei anderen Morden Schmierestehen oder den Lockvogel spielen.

Im ZDF-Dokumentarfilm „Die Frau ohne Gesicht“ sprachen Kripo-Psychologen erstmals über ihre Theorie.

Die erste Tat, die mit der Phantomkillerin in Verbindung gebracht wird, wurde im Jahr 1993 verübt. Die Rentnerin Lieselotte Schlenger, † 63, wurde in Idar-Oberstein (Pfalz) mit Blumendraht erdrosselt. An einer Tasse mit Wasserrückständen tauchte erstmals die DNA-Spur der Killerin auf.

Möglicherweise war die Phantomkillerin zu diesem Zeitpunkt noch ein junges Mädchen, das als Lockvogel um einen Schluck Wasser gebeten hatte.

2001 wird Rentner Josef Walzenbach († 61) auf ähnliche Weise getötet, wieder werden Gen-Spuren des Phantoms und eines unbekannten Mannes gesichert.

Hauptkommissar Andreas Tröster (49): „Es ist durchaus denkbar, dass sie als Kind oder Jugendliche an den Taten beteiligt war, und hier als Türöffner – um Zutritt zu den Wohnungen zu bekommen – fungiert hat.“

Kriminal-Psychologin Claudia Geibel (40): „Man kann sich vorstellen, dass ein Kind, das in einer solchen Umgebung aufwächst, später wenig Skrupel hat, Gewaltbereitschaft zeigt und für das Leben anderer Menschen wenig Respekt hat.“

Auf die Ergreifung des „Phantoms“ sind 150 000 Euro ausgelobt.

Artikel vom 28. August 2008

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