Pilz-Problem in Amsterdam ruft Politik auf den Platz

Von Marina Koch

Pilz Problem in Amsterdam ruft Politik auf den PlatzUm Fußpilz handelt es sich bei dem Amsterdamer Pilz-Problem leider nicht. Auch wenn im Oktober 2007 ein deutscher Tourist mit Pilzen nackt durch die Einkaufsstraße von Amsterdam wandelte. Es handelt sich bei dem Pilz-Problem um die berüchtigten Psycho-Pilze „Magic Mushrooms“, die vorwiegend von männlichen Touristen unter 24 konsumiert werden.

Weil die halluzinogene Wirkung der getrockneten Pilz als äußerst gefährlich eingestuft wurde, sind diese bereits verboten, doch in frischen Zustand kann man die Pilz in Amsterdamm frei erwerben und konsumieren. Mit fatalen Folgen.

Im vergangenen Jahr seien Ärzte in Amsterdam 149 Mal Konsumenten der “Magic Mushrooms” genannten Psycho-Pilze zur Hilfe gekommen, teilte die städtische Gesundheitsbehörde mit. Das entspreche im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 19 Prozent. Demnach handelte es sich bei 92 Prozent der Fälle um Touristen. Die auffälligen Konsumenten sind zudem zur Hälfte jünger als 24 Jahre und zu 79 Prozent männlich.

Um dem Problem mit den Psycho-Pilzen Herr zu werden, hatte die niederländische Regierung Ende April eine Gesetzesinitiative zum vollständigen Verbot der Pilze angekündigt. Die Mehrheit der Parlamentsabgeordneten signalisierte bereits ihre Zustimmung zu dem Vorhaben.

Gerade Amsterdam ist ein beliebtes Ziel für junge Touristen, die mit Drogen experimentieren wollen. Anfang Oktober des vergangenen Jahres war ein deutscher Tourist nach der Einnahme solcher Pilze nackt durch eine Einkaufsstraße von Amsterdam spaziert. Im März 2007 hatte sich eine 17-jährige Französin von einer Brücke in Amsterdam in den Tod gestürzt, nachdem sie Psycho-Pilze gegessen hatte.

Artikel vom 1. Juni 2008

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