PIN Mitarbeiter könnten durch Sparkassen gerettet werden

Von Christian Dieter Matuschek

SParkassen wollen offenbar PIN retten und den Irrsinn der Bundesregierung unterstützenDer Vorstandsvorsitzender des Postdienstleisters PIN Group will mit allen Mitteln eine Pleite des Unternehmens verhindern und sucht nun Verbündete. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wollen offenbar die Deutschen Sparkassen bei PIN miteinsteigen, sollte sich der Hauptaktionär Springer Verlag aus dem Geschäft zurückziehen.

PIN-Vorstandsvorsitzenden Günter Thiel plane zusammen mit Regional- und Bereichsvorständen ein breit angelegtes Management-Buy-Out (MBO), um das von der Insolvenz bedrohte Briefunternehmen des Axel Springer Verlages weiterzuführen, berichtet die Zeitung in Berufung auf Thiel.

Als weitere Geldgeber und Gesellschafter setze Thiel auf deutsche Sparkassen, mit denen er schon im Sommer ein Pilotprojekt zur Nutzung von Sparkassenfilialen für PIN-Briefdienste vereinbart hatte. Daraus scheine sich nun eine weitergehende Kooperation zu entwickeln. „Bei einem MBO kommen auch die Sparkassen als Gesellschafter in Frage“, sagte Thiel der Zeitung.

Das Blatt schreibt unter Berufung auf Branchenkreise weiter, darüber werde schon seit mehreren Monaten verhandelt. Auch ein Teil der Verlage, die bisher als Minderheitsaktionäre an PIN beteiligt seien, wollten dem Briefgeschäft treu bleiben. Thiel sagte der Zeitung weiter, er könne sich vorstellen, dass der eine oder andere von ihnen „Geld zur Verfügung stellt oder seine Anteile aufstockt“.

Springer will noch in dieser Woche entscheiden, ob es Insolvenz für seine Tochtergesellschaft beantragt. Thiel sagte, bei einer Fortführung des Unternehmens in der neuen Eigentümerstruktur könne mehr als die Hälfte der rund zehntausend Stellen erhalten bleiben. „Nicht alle Jobs werden zu retten sein. Aber die Mehrzahl der Leute soll ihre Stelle behalten können“, sagte er.

Der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe) sagte Thiel: „Wir würden die PIN-Aktien aus dem Bestand des Axel-Springer-Verlages zu einem symbolischen Preis übernehmen. Natürlich sind wir nicht in der Lage, dafür Millionen zu zahlen. Einer zusätzlichen Mitgift würden wir uns sicher nicht verweigern.“

DCRS meint: Das dürfte noch zu heißen Verhandlungen führen !

Artikel vom 11. Dezember 2007

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