Polizei ermittelte - Schüler planten Amoklauf an Kölner Gymnasium
In Köln hat die Polizei einen blutigen Amoklauf, der von zwei Schülern im Alter von 17 und 18 Jahren für den kommenden Dienstag geplant war, erfolgreich verhindert. Am Freitag stellten die Beamten einen 17jährigen zur Rede, der alle Vorwürfe von sich wies, aber rund zehn Minuten nach Ende der Vernehmung Selbstmord beging.
Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu einem 18jährigen Gleichgesinnten des Selbstmörders. Dieser ist geständig, erzählte den Beamten, dass sie für den kommenden Dienstag an einem Kölner Gymnasium Amok laufen wollten.
Offenbar lieferten Schüler die entscheidenden Hinweise an die Behörden. Mitschüler waren auf der Internet-Seite des 17jährigen Selbstmörders in einem Schülerforum auf fünf Fotos des Massakers an der Columbine-Highschool in den USA von 1999 gestoßen.
Daraufhin kam es den Angaben zufolge am Freitagmittag zu einem Gespräch zwischen dem Schüler, der Schulleitung und der Polizei. Dabei beteuerte der Jugendliche noch, dass er mit den Abbildungen vor einer solchen Tat habe warnen wollen. Er sicherte zu, die Fotos von seiner Seite zu nehmen.
Rund zehn Minuten nach dem Ende des Gesprächs beging der 17-Jährige Selbstmord, indem er sich auf dem Heimweg vor eine Straßenbahn warf.
Die Ermittlungen der Polizei führten dann zu dem 18jährigen tatverdächtigen Freund des Toten. Dieser räumte am Wochenende in seinen Vernehmungen ein, dass die beiden Freunde einen Amoklauf an ihrer Schule geplant hatten. Ziel sei es gewesen, Menschen zu verletzen und zu töten und sich dann selbst umzubringen.
Bei Hausdurchsuchungen wurden zwei so genannte Softairwaffen sowie eine defekte und eine funktionsfähige Armbrust-Waffe gefunden. Dazu gab es auch die passenden 16 Pfeile. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Armbrustwaffen als sehr gefährlich. Sie seien aus guten Gründen nicht frei verkäuflich. Bei dem 18-Jährigen sei zudem eine Todesliste gefunden worden, auf der 17 Vornamen von Schülern und Lehrern verzeichnet seien. Dazu gebe es Hinweise, dass sich der 18-Jährige mit dem Bau von Molotow-Cocktails und Rohrbomben beschäftigt habe. Die Ermittlungen dazu dauern an.
Die beiden Jugendlichen kannten sich seit mehreren Jahren und besuchten gemeinsam die 12. Jahrgangsstufe. Der 17-Jährige galt der Polizei zufolge als unauffälliger Schüler, dessen ältere Schwester am selben Gymnasium bereits die Schullaufbahn absolviert hat. Der ältere Tatverdächtige wurde von Lehrern und Mitschülern hingegen als auffällig charakterisiert. „Er passt ins Raster von jugendlichen Amokläufern“, erklärte ein Polizeisprecher. So habe er geäußert, dass er sich in der Schule gemobbt fühle.
Als Datum für ihre Tat hatten die beiden Jugendlichen den Dienstag festgelegt, weil dies der erste Jahrestag des Amoklauft in einer Schule in Emsdetten sei. Dort war ein 18jähriger ehemaliger Schüler in die Geschwister-Scholl-Realschule eingedrungen. Mit zwei mitgeführten Gewehren schoss er einen Hausmeister, eine schwangere Lehrerin sowie drei Kinder an und zündete mehrere Rauchbomben. Anschließend tötete er sich selbst.
Der Unterricht an dem betroffenen Kölner Gymnasium fällt am Montag aus.
DCRS ONLINE meint: Werden derartige Meldungen nun zum täglichen Nachrichtengeschehen ?! Erst am Ende der vergangenen Woche wurde eine Schule wegen einem drohenden Amoklauf geschlossen.





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