Polizei lässt Mafia -Stützpunkt im Allgäu auffliegen

Von Bianca Wollert

3 Jahre lang ermittelten die Behörden im Allgäu und kamen einem dort ansässigen Mafia-Stützpunkt mehr und mehr auf die Schlichte. Nun griffen sie zu, mit großem Erfolg. Die Ermittlungen wurden lange Zeit streng geheim gehalten, nur langsam konnten die Ermittler Beweise sammeln, ehe sie den Mafia-Stützpunkt in einer Pizzeria in Sonthofen auffliegen ließen.

Das Restaurant soll einem Clan der kalabresischen N’drangheta als Stützpunkt unter anderem für den Kokainhandel zwischen Belgien und Italien sowie für Falschgeldgeschäfte gedient haben, berichtet die „Augsburger Allgemeine“, Montagausgabe.

Zwei Verdächtige seien in San Lucca, Kalabrien, festgenommen werden. Sie säßen in Italien in Haft. Deutschland habe ihre Auslieferung beantragt. Ein dritter Tatverdächtiger sei noch auf der Flucht. Er werde mit europäischem Haftbefehl gesucht.

In der Nacht zum 15. August 2007 waren vor dem italienischen Restaurant „Da Bruno“ in Duisburg sechs Italiener erschossen worden. Als Motiv vermuten die Ermittler eine Fehde zwischen zwei verfeindeten Familien der Mafiaorganisation ‘Ndrangheta, wie der Mafia-Arm in der süditalienischen Provinz Kalabrien heißt. Sie gilt mit einem geschätzten Jahresumsatz von 35 Milliarden Euro als eine der mächtigsten Mafiaorganisationen in Europa.

Artikel vom 13. Januar 2008

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