Polizei sieht Postraub tatenlos zu

Von Louis Richter

Polizei sieht Postraub tatenlos zuEin perfekter Postraub in Hamburg hat die örtliche Polizeibehörde gehörig in Erklärungsnöte gebracht. Polizeisten hatten ein Räuberduo beschattet und von Berlin nach Hamburg verfolgt. Die Beamten glaubten, die Gangster würden ein neues Raubziel ausspionieren wollen.

Doch dem war nicht so. Die Räuber gingen unmittelbar auf Beutefang, zur Überraschung der Beamten.

Diese registrieren überhaupt nicht, dass die Räuber direkt vor ihrer Nase zuschlugen, - und ließen die Räuber seelenruhig agieren.

An einer Postfiliale angekommen, schlugen die Räuber blitzschnell zu, stürmten mit Maschinenpistolen bewaffnet die Postfiliale, bedrohten eine Mitarbeiterin und konnten einen sechsstelligen Euro-Betrag stehlen.

Noch immer griffen die Polizisten nicht ein. Die Räuber flohen unbehelligt.

“Um effektiv eingreifen zu können, hatten wir zu wenige Kollegen vor Ort. Mit einem Zugriff hätten wir zu viel riskiert”, erklärte die Sicherheitsbehörde im Nachhinein. Eine wenig glaubwürdige Ausrede.

Beinahe wäre die Flucht der Diebe geglückt. Die Täter schafften es sogar, das Hamburger Stadtgebiet zu verlassen. Erst auf der Autobahn nach Berlin konnte die Polizei den Fluchtwagen zu stoppen.

Doch als die Beamten die Räuber endlich gefangen hatten, fehlte von dem erbeuteten Geld jede Spur. Das Glück half den Beamten auch diesmal aus der Patsche. Die Räuber verrieten ihr Versteck.

DCRS ONLINE meint: Das hätte so aber nicht passieren dürfen !

Artikel vom 5. März 2008

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