Polizeiaffäre in Libyen – Urlaubspläne auf dem Prüfstand

Von Irina Heidkamp

Polizeiaffäre in Libyen Urlaubspläne auf dem PrüfstandIn der Affäre um eine inoffizielle Ausbilder-Schule in Libyen, die von SEK-Beamte geführt worden sein soll, hat das nordrhein-westfälisch Innenministerium sämtliche Urlaubsanträge der verdächtigen Beamten angefordert und lässt diese nun überprüfen.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte entsprechende Informationen des Bielefelder “Westfalen-Blatts”. Beamten mit auffällig langen Urlaubsanträgen würden dann nach deren Gründen befragt.

Wieviele Beamten von den Untersuchungen betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt. Allerdings sollen rund 700 Beamte bei dem Sondereinsatzkommando SEK in Nordrhein-Westfalen eingesetzt sein.

Ein Verdacht richtet sich bislang gegen 8 Beamte aus dem Bundesland NRW. Sie werden beschuldigt auf eigene Rechnung libysche Einsatzkräfte ausgebildet zu haben. Insgesamt sollen dafür 1,6 Millionen Euro an eine deutsche Sicherheitsfirma geflossen sein.

Über den Hinweisgeber, der die Aktivitäten der Beamten für das Regime von Muammar al-Gaddafi beim Landeskriminalamt NRW angezeigt hatte, hielten sich das Ministerium und die Ermittler bedeckt. Nach Angaben des “Westfalen-Blatts” soll es sich um einen Ex-Beamten handeln, der von dem Privatunternehmen mangels Eignung nach Hause geschickt worden war. Es gebe aber keine Hinweise auf eine Beteiligung von Geheimdiensten, bekräftigte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

DCRS ONLINE meint: Ist der Verdienst unserer Beamten wirklich so schlecht, dass sie das nötig haben ? Oder stecken hier politische Aktionen dahinter, die vertuscht werden sollen ?

Artikel vom 8. April 2008

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