Porsche dementiert Ablöse von Wiedeking

Von Andre Bergmann

Porsche dementiert Ablöse von Wiedeking  FotoIm Hause Porsche ist was los. Während bei den Hauptaktionären mit privaten Veränderungen Schlagzeilen gemacht werden, muss der Autobauer jetzt Gerüchte dementieren, dass eine Ablösung des Vorstandchefs Wendelin Wiedeking bevorsteht. Doch wieviel ist tatsächlich dran, an den Gerüchten um Carl-Peter Forster. Er könnte den Vorstandschef beerben.

Die Familien Porsche und Piech stehen voll und ganz hinter Wendelin Wiedeking und dem gesamten Vorstand der Porsche Holding.” Das ist derzeit das offizielle Statement zu den Gerüchten um Porsche. “Der Spiegel” hatte zuvor berichtet, im Kampf um die Macht bei Volkswagen dringe VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech auf eine Ablösung Wiedekings.

“Wir haben alle Beschlüsse in Sachen VM einvernehmlich getragen”, erklärte Wolfgang Porsche. “Daran gibt es nichts zu rütteln.” Ein Porsche-Sprecher fügte hinzu, damit entbehre die Meldung über Ablösungspläne jeder Grundlage.

Doch angeblich habe Wiedeking aus Sicht von Piech seit dem Einsteig von Porsche bei VW aus den befreundeten Unternehmen fast schon Feinde gemacht. Die Betriebsräte streiten um mehr Mitbestimmung und auch im VW-und im Audi-Management hätten sich massive Widerstände gegen Wiedeking gebildet. Grund sei dessen kritische Haltung zu Modellen wie dem Phaeton und Marken wie Seat

Ablösen könnte Piech, der auch Porsche-Miteigner ist, Wiedeking nur mit Zustimmung der übrigen Mitglieder des Porsche/Piech-Clans. Diese ständen aber noch fest zu dem Porsche-Chef stehen, berichtete das Magazin weiter. Wolfgang Porsche ist Piechs Cousin.

Porsche hält derzeit 31 Prozent an VW. Es wird erwartet, dass der Sportwagenbauer seinen Anteil im Herbst auf über 50 Prozent aufstockt. Das Management und der Betriebsrat von Porsche liegen seit Monaten mit dem VW-Betriebsrat im Clinch. Der auch vor Gericht ausgetragene Streit dreht sich um die Machtverteilung in der Porsche Holding, unter der sowohl das Porsche-Fahrzeuggeschäft der Stuttgarter als auch die Beteiligung an VW angesiedelt werden. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh will mehr Einflussmöglichkeiten für die rund 30-mal größere Belegschaft des Wolfsburger Konzerns.

Artikel vom 31. August 2008

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