Portugiesische Polizei will Maddie Eltern wieder im Land sehen

Von Irina Heidkamp

Portugiesische Polizei will Maddie Eltern wieder im Land sehenSo lange sie noch als Verdächtige gelten wollen Kate und Gerry McCann, 40 und 39, die Eltern der seit fast einem Jahr vermissten Madeleine McCann, 4, nicht nach Portugal zurückkehren. Damit schlagen die Eltern eine eindringliche Einladung der portugiesischen Behörden aus.

Diese wollen die Tatnacht vor Ort rekonstruieren. Hierzu sollten die Eltern wieder nach Portugal reisen, doch das wollen diese nicht. Das Ehepaar McCann begrüßte zwar, dass die portugiesische Polizei erneut Maßnahmen ergreife um versäumte Erkenntnisse nachzuholen, doch mithelfen wollen sie offenbar nicht.

Der Sprecher der McCanns, Clarence Mitchell, sagte, die Eltern würden den Plan grundsätzlich begrüßen, damit der mutmaßliche Tathergang im Fernsehen „für Millionen Menschen“ übertragen werden könnte. Dies könnte „wichtige neue Spuren und frische Informationen“ bringen.

Der Sprecher erklärte weiter, dass es für das Ehepaar keinen Zwang gebe nach Portugal zurück zu kehren und dies daher auch nicht tun werden, solange sie noch als verdächtig gelten.

Im September 2007 wurde das Ärzteehepaar offiziell zu Verdächtigen erklärt. Sie verließen daraufhin Portugal und sind seitdem auch nicht wieder zurück gekehrt.

Die Polizei hat die Rekonstruktion der Tat auf Mitte Mai gelegt. Dutzende Anwesende in der Ferienanlage von Praia da Luz, vom frühen Nachmittag des 3. Mai bis zur Vermisstenmeldung am Abend gegen 22 Uhr, müssten dabei sein. Die portugiesische Polizei hofft, durch die Rekonstruktion Abweichungen in den Zeugenaussagen aufzuspüren.

Zurzeit werden in England die sieben Freunde der McCanns, die in jener Nacht mit diesen zu Abend gegessen hatten, im Beisein der portugiesischen Polizei erneut befragt.

Artikel vom 8. April 2008

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