Premiere jagt Schwarzseher

Von Louis Richter

Premiere jagt SchwarzseherDer Münchner Pay-TV-Sender Premiere will Schwarzsehern jetzt an den Kragen. Zunächst hat der Sender gegen den Importeuer von Empfangsgeräten eine Einstweilige Verfügung erwirkt, wie ein Sprecher des Unternehmens am Montag mitteilte.

Unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von satten 250000 Euro oder Ordnungshaft, dürfen ab sofort keine Receiver, die über einen so genannten Emulator verfügen, der das Vorhandensein einer Smartcard simuliert, mehr importiert oder verkauft werden.

Über die Smartcard wird das verschlüsselte Premiere-Programm wieder entschlüsselt, so dass der Premiere-Abonnent die teuer eingekaufte Fußball-Bundesliga oder Hollywood-Filme und TV-Serien sehen können. Tüftler hatten die Codierung der Smartcard immer wieder geknackt und ihre Geräte entsprechend manipuliert, so dass sie ohne zu bezahlen Premiere-Angebote ansehen konnten.

Premiere kündigte zudem an, eine umfassende Schadensersatzklage gegen den Importeur und alle an diesem Handel beteiligten Personen vorzubereiten.

Premiere hatte Anfang des Jahres eingeräumt, dass das Verschlüsselungssystem geknackt worden war und den Münchener das lukrative Weihnachtsgeschäft vermiest hatte.

Artikel vom 5. Mai 2008

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