Problembär Bruno strahlt wieder in alter Kraft

Von Louis Richter

Problembär Bruno strahlt wieder in alter KraftKnapp zwei Jahre ist nun der Tod des bundesweit bekannten Problembären Bruno alt. Im oberbayerischen Ferienidyll am Spitzingsee, Landkreis Miesbach, wurde der Jungbär, der im Alpenraum mehrfach randaliert hatte, im Alter von nur zwei Jahren abgeschossen.

Jetzt wird er in Kürze im Münchner Museum Mensch und Natur zu bewundern sein. In monatelanger, mühseliger Arbeit hat der Tierpräparator Dieter Schön den Bären wieder auf die Beine gestellt. Das Fell wollte nicht so recht passen, immer wieder mussten neue Modelle gebaut werden.

„Bruno“ († 2) war im Sommer 2006 aus der italienischen Provinz Trentino bis in die bayerischen Alpen gestapft.

Zunächst hatten die bayerischen Behörden, allen voran Umweltminister Schnappauf, den ersten wilden Bären auf bayerischem Terrain nach 170 Jahren willkommen geheißen. Offenbar ein wenig voreilig, denn als der Bär sich laufend über Hühner, Bienen und Schafe hermachte, war es vorbei mit der großen Euphorie.

Die große Bärenjagd begann. Sogar Spezial-Bärenfänger aus Finnlang wurden herangezogen, sollten den Bären möglichst lebendig fangen. Doch sie scheiterten an den für Nordlichter milden Temperaturen in den Alpen. AM 26. Juni 2006 wurde Bruno schließlich am Fuß der Rotwand abgeschossen.

Nun wurde das Fell des Bären über einen Kunststoff-Körper gezogen, die Einschusslöcher zugenäht.

Ab dem 27. März ist „Bruno“ im Museum auf Schloss Nymphenburg zu sehen – hinter dickem Panzerglas.

DCRS meint: Das Panzerglas hätte man sich sparen können. Jetzt kann Bruno niemandem mehr etwas tun.

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Artikel vom 19. März 2008
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