Professionalität von Hackern und Internetkriminellen nimmt drastisch zu

Von Christian Dieter Matuschek

Internetkriminelle lernen offenbar sehr schnell (Foto: Symbolbild / pixelio.de)In einem am Montag veröffentlichten Report der Firma Symantec, welche sich auf den Schutz von Computern spezialisiert hat, sagt der Sicherheitsspezialist, dass die Methoden der Hacker immer professioneller werden. Erfahrene Hacker verkaufen ihre Programme für bis zu 1000 Dollar an kriminelle Personen, welche diese dann unter den Computerusern verbreiten.

So kommen die Kriminellen an Kreditkarteninformationen, Zugangsdaten zum Onlinebanking von verschiedenen Usern sowie anderen persönlichen Daten, die für den Identitätsdiebstahl verwendet werden können.

Die Hacker verpflichten die kriminellen Mittelmänner oft in einem Vertrag, über eine längere Zeit hinweg Updates für die Scripte und Programme zu beziehen. So sind diese jederzeit auf dem aktuellen Stand und können von Antivirenprogrammen nur schwer entdeckt werden. So können die Sicherheitsupdates der Antivirenprogramme schnell wieder umgangen werden.

Die Programme, welche aus diesen Absprachen zwischen kriminellen Mittelmännern und Hackern entstehen, geben aber oft Ausschluss über die beteiligten Personen. So ist es für die Polizei leichter, den Hacker sowie den Kriminellen, der das Programm verwendet, zu fassen.

Der Bericht von Symantec sagt auch, dass die Gefahren von Onlinekriminalität jedoch die möglichen Gewinne daraus weit übersteigen. Onlinekriminalität ist und bleibt also nicht besonders rentabel.

„Diese Leute gehen ein immenses Risiko ein. Entweder sind sie dumm – was wir nicht glauben, oder sie verdienen das grosse Geld damit“, so ein Forscher von Symantec über die Hacker, welche Programme an kriminelle Mittelmänner verkaufen.

Der Bericht von Symantec behandelt die erste Hälfte des Jahres 2007 und stützt sich auf Daten, welche von mehr als 120 Millionen Computern, die Symantec verwenden, gesammelt wurden. Auch hat Symantec etwa 2 Millionen Emailadressen erstellt, um Spam anzulocken und die Werbemails dann zu studieren.

Die wesentlichen Befunde des Berichtes sind:

Der Verkauf von persönlichen Daten, die aus Internetkriminalität gewonnen wurden, erfreut sich einem weiteren Wachstum. In den USA gibt es die meisten Verkäufe von verifizierten Kreditkartennummern, Passnummern und anderen persönlichen Daten. Deutschland landete dabei auf Platz 2, Schweden auf dem dritten Platz.

China hatte die meisten infizierten Computer mit Robots und Trojanern. Diese versenden online zum Beispiel automatisch im Hintergrund Spammails.

Die Anzahl an bösartigen Scripte hat stark zugenommen. Die Zunahme betrug 185 Prozent über die letzten sechs Monate betrachtet.

Der schlimmste Trend ist aber die Zusammenarbeit von professionellen Hackern mit Internetkriminellen, die Programme von den Hackern kaufen, um diese dann gewinnbringend zu verwenden.

IBM berichtet, dass die Verletzlichkeit der Computer jedoch allgemein abgenommen hat, im Vergleich zum letzten Jahr. Der Rückgang um 3.3 Prozent wird mit den besseren Sicherheitsprogrammen, die teilweise auch gratis angeboten werden, in Verbindung gebracht.

DCRS meint: Da muss einem ja Angst und Bange werden !

Artikel vom 17. September 2007

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