Prozessauftakt - Abiturientin wirft Baby in den Müll

Von Bianca Wollert

Prozessauftakt - Abiturientin wirft Baby in den Müll  FotoChristina F., 19, ist Abiturientin. Eigentlich hätte sie ihr Leben erst noch vor sich, doch die 19jährige hat bereits das Grauen hinter sich. Sie brachte ein Kind alleine auf die Welt und entsorgte das Kind im Müll.

Ob es dabei noch lebte oder nicht, muss jetzt die Jugendkammer Mainz, Rheinland-Pfalz, entscheiden.

Die 19jährige Abiturientin ist wegen Totschlags angeklagt. Ihr drohen bis zu zehn Jahren Haft.

Mit gesenktem Kopf sitzt Christina F. (19) auf der Anklagebank, Tränen laufen über ihr Gesicht. Im Januar brachte die Frau im Bad des Elternhauses ein kleines Mädchen zur Welt. Dann soll sie ihr Baby in den Müll geworfen haben. Es erfror laut dem Bericht der Gerichtsmedizin.

Die heimliche Geburt flog auf, weil die Schülerin danach mit Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus fuhr.

Vor Gericht sagt sie: „Das Kind bewegte sich nicht. Es war tot. Sonst erinnere ich mich an nichts!“

Artikel vom 14. Oktober 2008

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