Ramona Leiß ist lesbisch
Ramona Leiß ist lesbisch und jetzt soll es die ganze Welt wissen. Mit 51 Jahren hat sich die Songschreiberin und Schauspielerin nun öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekannt und mit der Bildzeitung den demonstrativen Weg an die Öffentlichkeit gewählt.
Demonstrativ, unübersehbar, jeder soll es wissen. Ramona Leiß liebt eine Frau.
„Endlich kann ich es aussprechen“, sagt sie. „Die Liebe zu einer Frau macht mich glücklicher als eine Beziehung mit einem Mann. Ich bin sehr erleichtert, es jetzt mit der Öffentlichkeit zu teilen. Ich habe die große Liebe gefunden und es ist eine Frau.“
Die Frau an Ramonas Seite ist 44 Jahre alt, Sozialarbeiterin und lebt im Umland von München. Auf einer Grillparty vor zehn Monaten haben sie sich kennengelernt. Es war „Interesse auf den ersten Blick“ so die beiden Frauen in der Bildzeitung. Und jetzt gehören sie zusammen ohne Wenn und Aber.
Das Outing von Ramona Leiß ist Rebellion. Sie will sich von niemandem mehr etwas vorschreiben lassen, sich nicht mehr einsperren lassen in Klischees. Doch war sie das wirklich jemals! Hat sie sich vielleicht gar selbst eingesperrt, all die Jahre ?!
Schon vor 20 Jahren entdeckte Ramona Leiß ihre Neigung zu Frauen. Damals verliebte sie sich in die Schlagersängerin Hanne Haller, † 2005. Sie wurden ein Paar, suchten aber niemals den Weg in die Öffentlichkeit. Für Hanne Haller wäre ein derartiges Outing in der Schlager-Szene unmöglich gewesen.
Leiß heute dazu. „Wir waren vier Jahre zusammen. Als ich Mitte 30 war, haben wir uns getrennt. Wir hatten eine wunderschöne Beziehung. Wir haben es damals aber nie jemandem erzählt. Hanne wollte es nicht. Wir konnten es uns beide beruflich nicht leisten.“
Es gab für Ramona Leiß laut ihren Angaben verschiedene Gründe, ihre Liebe zu verheimlichen. Die Eltern fürchteten das Gerede, Sohn Sascha war noch klein, beruflicher Erfolg sollte nicht verhindert werden.
Heute kräht kein böswilliger Hahn mehr nach einem homosexuellen Pärchen. Die Haltung der Gesellschaft hat sich eher ins Gegenteil verkehrt. Homosexuelle werden bejubelt, sobald sie sich outen. Homosexualität ist in und schick, kann sogar zu einem Karriere-Kick verhelfen. Gleichzeitig wird aber die Kinderlosigkeit bedauert. Eine seltsame Diskrepanz.
Die Leistung einer heterosexuellen Mutter und „Familienmanagerin“ wird dagegen mehr und mehr als nichtig erklärt. Ein normaler Familienvater gilt als langweilig. Was soll das ?
Ramona Leiß schwingt sich denn auch zu tollkühnen Behauptungen auf: „… Eine andere Frau ist etwas Vertrautes, man hat wirklich mehr Gemeinsamkeiten und vielleicht andere Dimensionen der Gefühle und des Zusammenseins, die man mit einem Mann nicht erleben kann … Auch das Körperliche ist ein großer Unterschied. Sexualität mit einem Mann läuft ganz anders ab. Bei einer Frau ist es ausgewogener, die Zärtlichkeit ist intensiver. Das glaube ich und das ist auch so…“
… für Ramona Leiß ist das so, weiter nichts.
Erstaunlicher Weise hat TV-Talkerin Anne Will ihr Outing mehr geschadet als genützt. Nach der ersten Euphorie und dem Jubel der homosexuellen Szene über ein weiteres prominentes Gesicht an ihrer Front, hat die Journalistin nun mit Schwierigkeiten im Konkurrenzkampf mit ihrem ZDF-Kollegen Frank Plasberg zu kämpfen. Hochkarätige Gäste gehen lieber in die Polit-Talk-Runde des Kollegen am Mittwoch anstatt zu Talk-Lesbe Anne Will.
DCRS meint: Sich mit Homosexualität ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu drängen ist schon zu abgedroschen, um noch echte Bonuspunkte zu sammeln. Die Gesellschaft hat sich bereits satt gesehen am Kuriosum „Homosexualität“.
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11. Mai 2008 um 21:49
was ist das für eine web-site und was für kommentare?hier kann man nur den kopf über diesen artikel, d.h. die art und weise wie er geschrieben ist - schütteln.natürlich ist das so und nicht nur sie sieht es so. frau weiß eben was frau braucht……………
27. Juni 2008 um 18:00
Auch ich muss mich über die Weise, wie der Artikel verfasst wurde wundern.
Was ist das für ein unterschwelliger Ton? Homosexualität = Kuriosum?
Nun ja, der Autor des Artikels -Andre Schreiber- sieht das so, weiter nichts.