Rauchverbot forciert Brauerei-Sterben

Von Stefan Marx

Rauchverbot forciert Brauerei-Sterben  FotoUlrich Kallmeyer, Chef der Radeberger-Gruppe, hat jüngst vor massivem Brauerei-Sterben gewarnt. Grund sei vor allem das Rauchverbot, das den Fassbierabsatz um zehn Prozent einbrechen ließ.

Die wichtigsten Geldgeber der Kneipen und Gaststätten seien aber die Bierproduzenten. Neueröffnungen würden oftmals von Brauereien vorfinanziert.

Viele dieser Kredite sind nach Ansicht von Kallmeyer in der Vergangenheit leichtfertig vergeben worden - ohne die notwendigen Sicherheiten. Nun könnten die Kredite häufig nicht mehr bedient werden, was die Brauereien in Schwierigkeiten bringe.

Derzeit teilten sich die zehn größten Brauerei-Gruppen 70 Prozent des Marktes unter sich auf. In fünf Jahren werde sich dieser Löwenanteil auf nur noch fünf Branchenführer verteilen, prognostizierte Kallmeyer. Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 1300 Bierhersteller.

Die Radeberger-Gruppe, die zum Oetker-Konzern gehört und ihre Produkte unter Markennamen wie “Radeberger”, “Jever” oder “Schöfferhofer” vertreibt, will ihren Marktanteil demnach von derzeit 15 Prozent auf bis zu 25 Prozent ausbauen.

Artikel vom 28. September 2008

Hinterlasse eine Antwort