Rauchverbot - Wirte unterteilen Kneipen mit Glaswänden

Von Eleonore Matschge

Wieder hat die Politik einen ganzen Wirtschaftszweig ins Verderben geschicktIn Schleswig-Holstein wehren sich die Gastronomen nun mit Kreativität gegen das Rauchverbot. Mehrfach würden nun Glaswände durch einräumige Kneipen gezogen, um Nichtraucher und Raucher zu trennen, berichtet die Zeitung „Lübecker Nachrichten“ in ihrer Sonntagsausgabe.

„Die Fantasie unserer Wirte ist ausgeprägt genug, eine Lösung zu finden“, sagt Wilfried Rahlff-Petersson, Lübecker Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga).

Ansonsten komme das Rauchverbot in Einraum-Gaststätten einem Berufsverbot gleich. Viele Gastronomen seien ohne entsprechende Lösungen in ihrer Existenz bedroht.

„Glaswände sind praktikabel. Die Gäste können sich wenigstens noch sehen, wenn Raucher- und Nichtraucher schon nicht mehr miteinander reden können“, sagte Schleswig-Holsteins Dehoga-Präsident Peter Bartsch.

Das Kieler Gesundheitsministerium zeigte sich verblüfft. !Wir haben auch schon von der Glasvariante gehört!, sagte Ministeriumssprecher Oliver Breuer. Man diskutiere das Problem. Möglicherweise würden Glaswände mitten durchs Lokal den gesetzlichen Anforderungen für einen separaten Raucherraum genügen. !Der Baustoff ist eigentlich egal. Die Wand muss nur dicht sein!, sagte der Sprecher.

Das in der Silvesternacht in Kraft tretende Gesetz zum Nichtraucherschutz erlaubt das Rauchen in der schleswig-holsteinischen Gastronomie nur noch in eigens abgetrennten Räumen. Verstöße werden mit einem Bußgeld bis zu 1000 Euro geahndet.

Für das Bundesland Bayern eignen sich allerdings auch Glastrennwände nicht. Hier gilt das schärfste Rauchverbot in der ganzen Republik, so dass das Rauchen auch in einem abgetrennten Raum nicht mehr erlaubt ist, außer es handelt sich um eine geschlossene Gesellschaft.

DCRS ONLINE meint: Bei der nächsten Kneipenschlägerei fällte ein Nicht-Raucher in die Glasscheibe, so dass diese auch noch verboten werden ! Hauptsache Reglementierung !

Artikel vom 23. Dezember 2007

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