Resistenter Tbc-Erreger verbreitet Angst und Schrecken

Von Kerstin Moebius

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Der gefährliche Tuberkulose-Erreger Tbc ist in Südafrika offenbar in einer Weise mutiert, die sich mit herkömmlichen Antibiotika nicht bekämpfen lässt. Infizierte Personen sprechen auf Medikamente nicht an und sterben bereits nach 16 Tagen.

Der extrem gefährliche Erreger schürt Angst und Schrecken, wie südafrikanische Medien berichten, verbreitet sich immer schneller.

Neue Studien belegen nach Informationen der “Sunday Times”, dass bereits ein Sechstel aller mit dem mehrfach resistenten Tuberkulose-Erreger infizierten Menschen in Südafrika lebt. Zudem entwickelten sich dort nun in den einzelnen Regionen des Landes unabhängig voneinander unterschiedliche Erreger-Stämme.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe vor diesem Hintergrund in Südafrika ein Büro eröffnet, um der Regierung bei der Bekämpfung der meist tödlichen Krankheit zu helfen. An den gegen die meisten Medikamente resistenten Bakterien (XDR-TB) erkrankten demnach in dem Kap-Staat jährlich bereits knapp 1.000 Menschen nach offizieller Zählung - die Dunkelziffer wird weitaus höher angesetzt.

Knapp 40 Krankenhäuser im Lande haben XDT-TB-Fälle gemeldet, die um bis zu 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben. Im Schnitt würden die Patienten 16 Tage nach der Diagnose sterben.

Eine aktue Tuberkulose lässt sich normalerweise durchaus erfolgreich mit Standard-Antibiotika behandeln. Werden die Medikamente aber falsch eingesetzt und in zu geringen Dosen, sowie über zu kurzen Zeiträumen gegeben, bilden sich widerstandsfähige Erregerstämme. Diese können nur mehr durch eRsatzpräparate bekämpft werden.

Werden auch diese Mittel falsch eingesetzt, können sich die extrem resistenten Keime bilden, die kaum mehr in den Griff zu bekommen sind.

Ein Drittel der Weltbevölkerung ist nach WHO-Angaben mit Tuberkulosebakterien infiziert.

Artikel vom 18. August 2008

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