Riesterrente - Das deutsche Watergate

Ein Kommentar von Mark Sander

Norbert BlümNorbert Blüm sagte in dieser Woche bei Maybrit Illner: … „durch die Riesterrente hat die Rentenversicherung weniger Einnahmen“… oder … „Die Riesterrente wird mit der Grundsicherung verrechnet“.

Letzteres ist so, ohne jegliche Diskussion. Wer riestert und eine Rente unter der Grundrente von 660 Euro hat, dem wird die, teilweise sogar vom Munde abgesparte, Riesterrente auf den Differenzbetrag angerechnet.

Profitieren tun von der Riesterrente in erster Linie die privaten Versicherungen angeführt von der Allianz.

Hinter vorgehaltener Hand wird von Gewinnen in Milliardenhöhe gesprochen. Es wird regelrecht Jagt auf die vermeintlichen Kunden gemacht. So bilden die Versicherer seit einem Jahr verstärk Vertreter aus. Diese werden mit Prämien geködert.

Die große Koalition in Berlin hat auf keinen Fall vor, diese Anrechnung der Riesterrente auf den Differenzbetrag zu kippen.

Es ist einer der am besten eingefädelten Betrugspläne, der je mit staatlicher Unterstützung gemacht wurde, denn es ist der geringste Teil der Bevölkerung, der in den nächsten Jahren eine Rente über der Grundrente haben wird. Schon jetzt muss man im Monat einen Bruttolohn von mindestens 1800 Euro haben um bei einem Renteneintritt einen Gewinn von der Riesterente zu haben.

Allerdings zeigt der Fall „Riesterrente“ auch ganz klar auf, das wir in der Bundesrepublik über Politiker verfügen, denen Wirtschaftsinteressen und Bankengewinne wichtiger sind, als das Volk.

Die Dänen und die Schweden machen es uns vor, wie es funktionieren kann. In Dänemark wird sogar ein gleichbleibender Lebensstandart, allerdings mit höheren Rentenversicherungsbeiträgen, garantiert und in Schweden wird eine Grundrente ohne Anrechnung jeglicher privater Spareinlagen von ca. 800 Euro garantiert.
Deutschland hat aber dafür die Gabe, jeden der hier als Einwanderer gelaufen kommt und Nichts in unser System eingezahlt hat eine Rente zu zahlen.

Die Riesterrente ist damit einer der größten politischen Eklats der Geschichte.
Der große Satz, all Derer, die die Rente an den Mann bringen wollen, der Staat kann ja nicht für alles da sein, sorgen sie für sich selber vor.

Hier stellt sich die Frage, wofür ist dieser überhaupt noch zuständig? Und welches Thema hat dieser überhaupt je zu Gunsten seiner Bürger geklärt.
Vom Grundlohn, Sicherheit über Krankenversicherung bis hin zur Rente, es funktioniert Nichts.

Artikel vom 2. Februar 2008

Hinterlasse eine Antwort