Schadenfreude: Künast ergötzt sich an Verunglimpfung der Eva Herman

Von Irina Heidkamp

Künast gegen Herman„Es ist gut, dass der NDR Frau Herman entlassen hat. Bei Eva Herman wünscht man sich selbst als Frauenrechtlerin, sie möge doch bitte heim an den Herd gehen.“ erklärte Renate Künast, Grünenfraktionschefin, zu der aktuellen, beruflichen Entwicklung von Eva Herman, TV-Journalistin und Buchautorin.

Eva Herman war auf Grund einer Äußerung auf einer ihrer Buchpräsentationen in Berlin vom öffentlich, rechtlichen Sender NDR fristlos entlassen worden. Sie hatte traditionelle Werte gut geheißen, und daraufhin gewiesen, dass diese selbst im Dritten Reich proklamiert wurden und zum nackten „Überleben“ hilfreich waren. Diese Werte wurden durch die 68-Generation abgeschafft.

In einer beispiellosen Medienkampagne hetzen nun Gegner und Neider gegen Eva Herman, so auch Renate Künast. Offenbar hat man sich nicht die Mühe gemacht, die Worte der bekannten TV-Journalistin wirklich zu verstehen, oder man wollte es schlicht nicht.

Mag sich Frau Künast mit einer Eva Herman nicht messen müssen und wünscht sie deshalb „hinter den Herd“?

Eva Herman arbeitete weit mehr als 20 Jahre erfolgreich in der Medien-, schwerpunktmäßig in der TV-Branche. Sie gehört zu den erfolgreichsten Nachrichtensprecherinnen ihrer Generation. Eva Herman ist zudem eine äußerst attraktive, erfolgreiche Frau. Auch hier ist ein Vergleich für Frau Künast eher unvorteilhaft. Eva Herman hat Erfahrungen als berufstätige Mutter gesammelt und ihre persönlichen Erkenntnis erfolgreich in einem Buch vermarkten. Auch ihr aktuell, zweites Buch scheint sie, trotz aller Kritik, erfolgreich zu vermarkten.

Eva Herman ist der Inbegriff der erfolgreichen, unabhängigen, modernen Frau, die eine beispiellose Karriere und Familie vereinbart. Renate Künast machte vor allem mit Forderungen, die den Geldbeutel der Bürger belasten, Schlagzeilen und scheint derzeit keinen anderen Weg, als über diffamierende Äußerungen in die Medien zu finden.

Tatsächlich sollte sich eine Politikerin mehr Gedanken darüber machen, ob es für eine Demokratie nicht tödlich ist, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung bereits mit Graberde beworfen wird.

Auch die ARD sieht keine Möglichkeit mehr für eine Zusammenarbeit mit Eva Herman. Warum? Weil sie ihre Meinung geäußert hat und diese absichtlich falsch verstanden wurde, um speziellen Interessengruppen „Kanonenfutter“ zu liefern.

Dabei wird völlig übersehen, dass Frau Herman in einer Zeit, in der verwahrloste Jugendliche sich zunehmend unter Alkohol- und Drogenmissbrauch und Ermangelung von Werten gegenseitig Messer in die Bäuche rammen, Teenager-Mütter ihre Neugeborenen reihenweise aus dem Fenster werfen oder auf anderem Wege umbringen, an den Zusammenhalt einer Gesellschaft appelliert.

Was hat Eva Herman geäußert, was man in Deutschland nicht sagen darf? Sie hat unter anderem die Generation der 68er Bewegung kritisiert. Muss sie hierfür nun mit dem abrupten Ende ihrer Karriere bezahlen? Wer hat Angst vor den Ansichten einer Eva Herman?

DCRS ONLINE meint: Vielleicht sollte Eva Herman ihr nächstes Buch ihren Erfahrungen mit der vorgeschriebenen Meinung in den öffentlich rechtlichen Medien widmen, denn „Ist der Ruf erst einmal ruiniert, posiert es sich ganz ungeniert!“.

Artikel vom 10. September 2007

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