Schwerer Chemieunfall in Köln -Worringen

Von Jette Petersen

Schwerer Chemieunfall in Köln -WorringenAm frühen Montagnachmittag ist in Köln-Worringen eine Tankanlage des Chemiewerks „Ineos“ explodiert. Gegen 14.30 Uhr schoss offenbar eine Stichflamme aus einer undichten Leitung und setzte einen Tank mit Acrylnitril in Brand. Dieser explodierte.

Zwei Anwohner erlitten Haut- und Augenreizungen. Angrenzende Gebäude wurden vorsorglich evakuiert. Seit 17 Uhr haben die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle - aber die Löscharbeiten dauern an. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften wurden dennoch aufgefordert auch weiterhin Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Über dem Unfallort stiegen giftige Dämpfe hunderte Meter in den Himmel und zogen Richtung Köln-Stadt.

Auslöser sei eine undichte Stelle in einem Ethylen-Rohr gewesen, sagte Ineos-Geschäftsführer Patrick Giefers. Aus der defekten Leitung sei eine etwa 15 Meter hohe Stichflamme emporgeschossen. Das Feuer habe auf einen 3000 Kubikmeter großen Tank mit giftigem Acrylnitril übergegriffen und dort die Explosion ausgelöst.

Die an dem Ineos-Gelände angrenzende Autobahn 57 zwischen den Anschlussstellen Köln-Nord und Neuss-Süd musste laut Polizei stundenlang gesperrt werden. Auch der S-Bahn-Verkehr zwischen Köln und Neuss kam den Angaben zufolge zum Erliegen.

Für die Bevölkerung hat das Unternehmen eine Info-Telefonnummer eingerichtet: unter 02133-5199333 .

Artikel vom 17. März 2008

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