Selbstgebaute Polizeiauto – Attrappe darf durch Las Vegas cruisen

Von Christian Dieter Matuschek

Selbstgebaute PolizeiautoErst vor wenigen Monaten ist der ehemalige GI Jessie Vigil aus dem Irak-Krieg heimgekehrt. Weil ihn der Krieg verändert habe, sagt der 35jährige, wolle er seinem Sohn jetzt ein guter Vater sein. Als erste Guter-Vater-Aktion lackierte er mit seinem 7jährigen Sohn einen Ford Mustang zum Polizeiauto um und baute eine Blaulicht-Attrappe auf das Dach des Wagens.

Jetzt „cruisen“ Vater und Sohn in der selbstgebauten Polizeiauto-Attrappe durch Las Vegas, - und die Polizei schaut zu.

Bevor er überhaupt mit der Umlackierung begann, erkundigte sich Vigil bei der Polizei. Und zu seiner Überraschung stoß er auf wenig Gegenwehr. “Solange er sich nicht als Polizist ausgibt und Leute verhaftet, kann er mit dem Ding ruhig fahren”, hieß es.

Jessie Vigil hat seinen 2007er-Mustang nach einer Figur aus dem Comic “Transformers” umlackiert. Dick und fett prangt “POLICE” an der Seite, auf dem Dach die Blaulicht-Attrappe.

“Der Krieg hat mich verändert. Vorher war ich ihm kein guter Vater, die gemeinsame Arbeit an dem Auto war der erste Schritt zu einer guten Vater-Sohn-Beziehung”, sagte Vigil der Associated Press. Die Arbeiten dauerten zwei Monate.

Auf den zweiten Blick ist Vigils “Transformers”-Mustang ohnehin gleich enttarnt: Statt dem Polizeislogan “To protect and serve” steht “To punish and enslave” an der Seite. Statt der Notrufnummer 911 heißt es am Kofferraum “dial 411 for theater information”.

DCRS meint: In Amerika sieht man die Dinge offenbar einfach etwas relaxter.

Artikel vom 14. März 2008

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