Soldaten im Irak sind oft psychisch geschädigt
Der Einsatz ist Krisen- und Kriegsgebieten ist für keinen Soldaten schön und leicht zu verkraften, doch psychische Schädigungen sind bei Soldaten, die im Irak eingesetzt wurden, offenbar besonders häufig und ausgeprägt. Wie die „New York Times“ berichtet leiden sie besonders häufig unter Stress- und Angstsymptomen.
Unter den Truppen, die drei oder vier Mal an die Front kommen, zeigten über ein Viertel “Anzeichen von Ängsten, Depression oder akutem Stress”, berichtete das Blatt unter Berufung auf offizielle Untersuchungen der Armee über den psychischen Gesundheitszustand der Soldaten. Die Ergebnisse hätten Sorge und Alarm in der Führung der Streitkräfte ausgelöst, hieß es.
Unabhängig von diesen Erkenntnissen plant die Regierung unter US-Präsident George W. Bush derzeit die Einsatzdauer der Soldaten im Irak herabzusetzen.
Ziel sei es, den Irak-Einsatz von derzeit 15 auf 12 Monate zu senken. Dies stehe auch in Zusammenhang mit den Plänen der Militärs, die Truppenstärke in Afghanistan möglicherweise zu erhöhen.
Bis zum Sommer sollen die Truppen im Irak um 30000 reduziert werden. Allerdings nicht mehr als dies. Anschließend würden dann rund 140000 US-Soldaten im Irak ihren Dienst verrichten, meldet die „New York Times“.
Wie das Blatt weiter schreibt, hätten seit der Invasion im März 2003 rund 513.000 US-Soldaten im Irak gedient, über 197.000 seien mehrfach stationiert gewesen. 53.000 Soldaten seien drei Mal oder noch häufiger in den Irak geschickt worden. Der Anteil der Soldaten, der mehrfach an die Front kommt, müsse in den nächsten Monaten weiter erhöht werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Militärs.
27 Prozent der Soldaten hätten nach dem dritten oder vierten Einsatz Angst- und Stresssymptome. Nach dem zweiten Irakeinsatz seien lediglich 18 Prozent betroffen, nach dem ersten Einsatz nur rund zwölf Prozent.





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