Sterbehilfe: Politiker präsentiert Selbstmordmaschine

Von Bianca Wollert

Roger Kusch baute eine SelbstmordmaschineMit einem einzigen Knopfdruck sollen sich jetzt todkranke Menschen selbst von ihrem Leiden erlösen können:

Mit nur einem Knopfdruck spritzt die Maschine hochgiftiges Kaliumchlorid in die Adern des Benutzers, stoppt den Herzschlag und bringt damit den Tod schon nach Sekunden.

Entwickelt wurde diese Maschine von keinem Erfinder oder gar Arzt. Nein, Erfinder ist der Politiker und Rechtsanwalt Dr. Roger Kusch (53).

„…Der Apparat ist ein Angebot an sterbenskranke Menschen…Niemand muss ihn benutzen. Ich glaube aber, dass das Thema die Menschen in großem Maße bewegt…“, sagt Kusch über die Maschine, an der er monatelang entwickelt hat.

Roger Kusch war Staatsanwalt in Stuttgart, ab 1990 Mitarbeiter der CDU-Bundestagsfraktion und von 1995 bis 2000 Leiter des Referates Innere Sicherheit im Bundeskanzleramt.

Im Jahre 2001 machte ihn dann Bürgermeister Ole von Beust zum Hamburger Justizsenator. Nach seiner Entlassung 2006 gründete Kusch die Partei „HeimatHamburg“ und machte damit Sterbehilfe zum Top-Wahlkampfthema.

Mit seiner Tötungsmaschine will Kusch das in Deutschland geltende Verbot aktiver Sterbehilfe auf intelligente Weise umgehen und bezeichnet seine Maschine als “…einen Akt christlicher Nächstenliebe…”

Strafbar ist die Selbstmormaschine für Kusch im Übrigen nicht, denn solange der Schwerkranke die Entscheidungsfreiheit hat, ist das Verleihen dieser Maschine ebenso wenig strafbar wie der Verleih eines Messers oder einer Rasierklinge.

Artikel vom 28. März 2008

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