Steuerschätzer erwarten leichten Einnahmeneinbruch

Von Stefan Marx

Steuerschätzer erwarten leichten EinnahmeneinbruchAm Dienstag kommt der Arbeitskreis Steuerschätzung zu seiner traditionellen Frühjahrskonferenz im sächsischen Meißen zusammen. Dort soll die Experten eine neue Prognose für die Steuereinnahmen im laufenden Jahr und für die vier Folgejahre bis 2012 erstellen.

Auf Grund dieser Vorhersage wird anschließend der Haushalts- und Finanzplan der Bundesregierung und der Länder erstellt. Die Ergebnisse der Konferenz werden traditionell vom Finanzministerium in Berlin veröffentlicht.

Beim letzten Treffen im November hatte das Gremium vorhergesagt, der Staat werde 2008 rund 555,6 Milliarden Euro an Steuern einstreichen. In den drei Jahren 2009 bis 2011 wird das Aufkommen laut der letzten Mittelfrist-Prognose vom Mai weiter merklich klettern, und zwar von 575 Milliarden über 594 bis auf 613,6 Milliarden Euro.

Im Wahljahr 2009 dürfte hingegen trotz gebremster Konjunktur und erstmals einberechneter Ausfälle durch die Unternehmensteuerreform das bisher geschätzte Steueraufkommen von rund 575 Milliarden Euro erreicht werden, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise weiter. In den Jahren 2010 bis 2012 könnten die Einahmen von Bund, Ländern und Gemeinden den Angaben zufolge sogar noch “nennenswert höher ausfallen” als bei der letzten Mittelfristprognose vor einem Jahr geschätzt.

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Artikel vom 6. Mai 2008

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