Straßenverkehrsordnung im täglichen Leben, oder der Kampf ums nackte Überleben auf Deutschlands Straßen – Gesetze und Strafen ohne Wirkung
Es klingt zwar hart, die Straferhöhungen für Vergehen im Straßenverkehr, aber es bringt absolut Nichts. Der Grund, es fehlen jede Menge Polizeibeamte zur Überwachung und die Strafen gehen nicht weit genug und werden durch dilettantisch gemachte Gesetze fast ausgehebelt.
Ein Polizeibeamter der Autobahnpolizei ist immer in der Beweispflicht gegenüber dem Straftäter. Dieser kann es also darauf ankommen lassen.
Autobahn A6 am Montagmorgen zwischen 5.00 und 6.00 Uhr im Streckenabschnitt zwischen Nürnberg und Autobahnkreuz Crailsheim. Der in der Regel zweispurige Abschnitt wird nach Nürnberg von jeglicher Geschwindigkeitsbegrenzung befreit und es tritt ab 6.00 Uhr Morgens ein Überholverbot für LKWs in Kraft. Ich fahre mit meinem VW – Bus mit 160 km/h in der linken Spur und überhole einen LKW nach dem anderen. Dabei fällt mir auf, das diese so eng auffahren, dass ich bis zum Autobahnkreuz Crailsheim kaum eine Chance haben eine Ausfahrt zu nutzen. Der Durchschnittsabstand der LKWs liegt bei ca. 5 – 10 Metern hoch gerechnet. Auch fallen mir viele osteuropäische LKWs in äußerlich sehr schlechtem Zustand und mit merkwürdigen Fahrverhalten auf. So fährt hin und wieder einer im Schlingerkurs, der Andere liest gerade während der Fahrt Zeitung oder schaut Fernsehen, aber dann passiert es einer zieht plötzlich nach links raus und überholt mit 105 km/h seinen Nachbarn, der 100 km/h fährt. Ich gehe in die Eisen und schaue mir das „Elefantenrennen“ von hinten an. Dann endlich kann ich wieder Gas geben erreiche die Frankenhöhe, die Autobahn wird dort dreispurig und schon muss ich sehen, das ich nach ganz links komme, denn mein holländischer LKW – Nachbar kommt an meiner Beifahrerseite immer näher und will in die mittlere Spur. Aber es kommt noch besser, Freitagabend auf der A9 kurz nach Eisenberg in Fahrtrichtung Berlin fahre ich mit meinem PKW mit 190 km/h in der linken Spur und da kommt plötzlich eine Fahrerin mit ihrem kleinen PKW auf die Idee zwei sich überholende LKWs mit 105 km/h in der linken Spur zu überholen und dies mit zwei Mal Blinken und dann rüber gezogen. Ich muss voll in die Bremsen gehen, meine Gurte funktionieren und auch das APS. Kaum habe ich das Überstanden, da kommt von Hinten mit Aufblendlicht ein Oberklassewagen angerast und macht sich seine Spur frei. Bei Weisenfels kommen dann endlich alle zum stehen, weil die deutschen Autofahrer immer noch nicht das Reisverschlusssystem verstehen. Wichtig ist für diese erst einmal Bremsen und dann durch die Baustelle rasen, so wie an diesem Tag in der 60-iger Zone mit 120km/h.
Dies ist kein Märchen und keine Übertreibung, nein es ist die tägliche Realität! Diesen Wahnsinn bekommt man bloß mit harten und umfangreichen Kontrollen in den Griff. Die Frage hierbei ist, warum werden Einfädelstellen vor Baustellen nicht Videoüberwacht und wer das Reisverschlusssystem nicht in der maximal an diesem Ort möglichen Geschwindigkeit beherrscht wird dann großzügig zur Kasse gebeten. Warum werden in Baustellen keine Blitzerkaskaden aufgestellt und die Strafen dann über einen Multiplikator errechnet oder warum kommt die bewährte unauffällige Infrarotblitztechnik nicht zum Einsatz. Der Staat braucht Geld – auf den Autobahnen liegt es, er muss es bloß einkassieren. Die nichtvorhandene Intelligenz vieler Autofahrer lässt sich hervorragend in klingende Münze umwandeln. Auch die Mautsysteme können zur Geschwindigkeits- und Abstandskontrolle aufgerüstet werden. Weiterhin sollte man über wesentlich härtere Strafen auch für LKW – Fahrer nachdenken.
Wer als Berufskraftfahrer einen Mensachen im Straßenverkehr verletzt oder gar tötet, der hat sein Recht auf die Teilnahme am Straßenverkehr auf Lebzeit verwürgt.
Es ist nicht zu verstehen, das wieder in Deutschland jeder Autofahrer machen kann, was er will! Der Schutz der Verkehrsteilnehmer bleibt auf der Strecke. Aber auch die Forschung auf diesem Gebiet. So fragt man sich, warum wurde auf dreispurigen Autobahnen nicht einmal auf einem gut übersichtlichen Abschnitt die Mindestgeschwindigkeit der Mittelspur auf 120 km/h und die der linken Spur auf 160 km/h festgesetzt.
Dies könnte doch eindeutig zur Verhinderung dieser dubiosen Überholversuche mit der Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs führen.
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09. Juni 2008 um 23:32
Ein typisch deutscher Ruf nach höheren Strafen und Bußgeldern. Dieses Volk hat tatsächlich seine Vergangenheit und seine Gegenwart mit Schäuble verdient. JAWOLLL! Im Überwachen und in Kontrollkameras liegt das deutsche Heil. Wie man sieht, kann der gemeine Deutsche gar nicht genug davon haben.
10. Juni 2008 um 01:42
Bei uns wär noch ne Stelle als Blockwart im Plattenbau nebenan frei.
Oder vielleicht sollten wir einzelne Verkehrsteilnehmer gleich an Ort und Stelle per Bolzenschussgerät entsorgen.
was für ein bescheuerter Artikel. Dem Verfasser wünsche ich einen schlecht bezahlten Aussendienstmitarbeiterjob mit mindestens 120000 km im Jahr, vielleicht hat er dann andere Sorgen.
13. Juni 2008 um 12:23
Toller Beitrag, zeugt von extrem viel Kompetenz.
Kleiner Tipp, wie wäre es denn selbst mal mit voraus schauendem Fahren. Klar passiert das täglich auf deutschen Straßen, Hauptgrund dafür sind aber so selbstherrliche Autofahrer wie Sie.