Streik: Ab Freitag stehen die Züge still – GDL im Arbeitskampf

Von Jette Petersen

Weil Lokführer meinen, mehr verdienen zu müssen, werden alle die, die auf die Bahn dringend angewiesen sind, schon wieder geschädigtViele Pendler und Bahnfahrer müssen sich ab Freitag wieder auf stehende Züge einstellen. Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hat für Freitag erneut Streiks angekündigt. Grund für den erneuten Arbeitskampf, ist die Weigerung der Bahn mit den Lokführern über einen eigenen Tarifvertrag zu verhandeln.

Die Bahn reagierte unterdessen konsequent auf die erneuten Forderungen der Lokführer.

„Wir lassen uns nicht erpressen“ lautet die Zentrale Aussage. Weitere Angebote werden man nun nicht mehr machen.

Das genaue Zeitfenster des Streiks wollte GDL- Gewerkschaftsführer Schell noch nicht verraten, das werde man am Donnerstag der deutschen Öffentlichkeit mitteilen.

Die Bahn selbst will nun selbst zum Angriff übergehen. Man werde sich den Streik unter keinen Umständen gefallen lassen, vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass man den Lokführern ein 10prozentiges Angebot gemacht habe.

Auch rechtliche Schritte würden in Erwägung gezogen.

Deutsche Bahn – Personalchefin Margret Suckale erklärte, dass jede Berufsgruppe bei der Bahn Verantwortung trage und für einen reibungslosen Betrieb essentiell sei, nicht nur die Lokführer.

Damit erklärte sie der Forderung nach einem gesonderten Tarifvertrag nur für Lokführer eine eindeutige Absage.

Man werde den Bahnverkehr so gut wie möglich aufrecht erhalten. Es werde einen „sehr gut belastbaren Fahrplan“ geben, auch wenn nicht jeder Zug fahren werde.

Die Gewerkschaft der Lokführer hatte eine Lohnsteigerung von 31 Prozent gefordert.

DCRS ONLINE meint: Es ist wohl mehr als dumm, das Angebot von 10 Prozent auszuschlagen ! Alles andere ist Wucher und Utopie. Viele deutsche Arbeitnehmer wären glücklich, wenn sie nur drei Prozent mehr Lohn erhalten würden!

Artikel vom 2. Oktober 2007

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