Streik der Lokführer: Vor allem Nahverkehr und S-Bahnen lahm gelegt

Von Irina Heidkamp

Die Bahn hat den Streik-Irrsinn fortgesetztDas Arbeitsgericht in Chemnitz hat der Einstweiligen Verfügung der Deutschen Bahn gegen einen Streik der Gewerkschaft der Lokführer nur teilweise stattgegeben. Ein Streik im Fern- und Güterverkehr wurde untersagt, der Nahverkehr und S-Bahnen dürfen aber bestreikt werden.

Und so kam es auch. Seit 8.00 Uhr morgens stehen vor allem in deutschen Großstädten die Züge. Viele Pendler sind von Ausfällen betroffen. Die Bahn hatte schon im Vorhinein angekündigt einen Notfallfahrplan bereit zu halten, der noch bis in die Abendstunden des 5. Oktobers hinein gelten soll. So ist, auch wenn der Streik um 11.00 Uhr offiziell beendet wurde, immer noch mit Behinderungen zu rechnen.

Über 1000 Mitarbeiter wurden auf den Bahnsteigen für Auskünfte der Bahnkunden eingesetzt. Diese wurden von teilweise ärgerlichen Kunden umringt und hatten alle Hände voll zu tun.

Trotz Verbot wurde auch ein Drittel der 750 Fernverkehrszüge bestreikt. Lediglich 50 Prozent der 19000 Regionalzüge fuhren planmäßig, teilte die Bahn mit.

Im Frankfurter Hauptbahnhof musste die Deutsche Bahn gegen eine Demonstration von Streikenden vor gehen. Offenbar wurden arbeitende Bahn- Kollegen massiv bedrängt, auch die Arbeit nieder zu legen und Kunden der Zugang zu Informationen versperrt. Die Bahn drohte den streikenden nach einer höflichen Aufforderung, doch außerhalb des Bahnhofes zu demonstrieren, offenbar mit der Bundespolizei und verwies auf ihr Hausrecht. Die Demonstranten verlagerten ihre Kundgebung daraufhin an einen anderen Ort.

DCRS meint: Geschädigt ist die Bahn und vor allem die Kunden, ein Ergebnis ist aber noch lange nicht in Sicht. Was für eine sinnlose Vergeudung von Energie.

Artikel vom 5. Oktober 2007

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