Streik in Sicht – GDL sind 11 Prozent zu wenig
Der Streik- Krimi zwischen GDL und Bahn scheint bald in eine neue Runde zu gehen. Nach jüngsten Äußerungen der Führungskräfte, könnten die Verhandlungen erneut scheitern, obwohl man sich angeblich über einen „eigenständigeren“ Tarifvertrag geeinigt hat.
Nun können die Vertragsparteien keine Einigung über Lohn und Arbeitszeit finden.
„Das Angebot, das uns die DB heute vorgelegt hat, reicht nicht aus. Ein Scheitern der Tarifverhandlungen kann ich jetzt nicht mehr ausschließen“, teilte GDL-Chef Manfred Schell am Donnerstagabend nach dem Treffen an einem geheimen Ort mit. Weder beim Entgelt noch bei der Arbeitszeit habe es eine Annäherung gegeben.
Das von der Bahn vorgelegte Angebot zur Entgelterhöhung sei „nach wie vor unzureichend“. Im Bereich der Arbeitszeit lehne die Bahn weiterhin eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 40 Stunden ab.
Über das Ergebnis der Verhandlungsrunde sollten nun zunächst der Hauptvorstand und die Tarifkommission der GDL unterrichtet werden. Diese kommen am Sonntag dem 13. Januar“ zu einer Sitzung in Frankfurt am Main zusammen. Beide Gremien würden dann über das weitere Vorgehen der GDL entscheiden.
Ein Bahn-Sprecher sagte, dass bei den Verhandlungen über Entgelt und Arbeitszeit eine Annäherung, aber noch keine Einigung erzielt worden sei. Man habe zuletzt Einkommensverbesserungen von mindestens 7 bis zu 15 Prozent im Rahmen der im Konzern geplanten neuen Entgeltstruktur geboten. „Das sind im Durchschnitt 11 Prozent“, sagte der Sprecher. „Auf dieser Basis können wir uns auch weiter eine Einigung vorstellen“, fügte er hinzu.
Noch vor den Verhandlungen, die wie bereits am Dienstag an einem geheimen Ort geführt wurden, hatten sich beide Seiten zuversichtlich gezeigt. Schell hatte mit einem Durchbruch gerechnet. Ähnlich optimistisch hatte sich die Bahn geäußert, auch wenn sie für den Donnerstag noch nicht mit einer Lösung gerechnet hatte.
„Ich hoffe, dass man uns noch etwas Geduld entgegenbringt“, hatte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale noch am Mittwoch gesagt. Schließlich hatten beide Seiten beim Hauptstreitpunkt, dem eigenständigen Tarifvertrag bereits eine Einigung erzielt. Den endgültigen Tarifvertrag wollen beide Seiten bis Ende Januar abgeschlossen haben. Belastet worden war die Gesprächsrunde dadurch, dass am Vortag bekannt geworden war, dass die Deutsche Bahn derzeit per Verfassungsbeschwerde versucht, der GDL das Streikrecht abzusprechen.
DCRS meint: So unverschämt, wie die GDL hat sich schon lange keine Gewerkschaft mehr aufgeführt. Wie kann man 11 Prozent mehr Lohn ausschlagen, wollen die Lokführer für das Nichts-Tun bezahlt werden ?!
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