Suchmaschinenanbieter Google will Mondexpeditionen belohnen

Von Stefan Marx

Mal sehen, wer den Preis bekommtDie Firma Google will einen Preis im Gesamtwert von 30 Millionen US Dollar bereitstellen für die erste private Unternehmung, die einen Roboter erfolgreich auf dem Mond landet, und welcher von dort Bilder und Videos von der Mondoberfläche an die Erde sendet.

Die Mindestgrösse an Videos und Bildern, die transferiert werden, muss aber ein Gigabyte betragen, sagte Google in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

Wenn aus dem Preisausschreiben ein Gewinner hervorgeht, würde dies einen massiven Boom für die private Raumfahrtindustrie bedeuten. Es wäre weiterhin das erste Mal, dass ein Nicht-Regierungsunternehmen eine Raumsonde auf den Mond geschickt hätte.

Google suchte sich als Partner für sein Mond-Preisausschreiben die Organisation X Prize Foundation. Die Herausforderung ist für alle Unternehmen auf der ganzen Welt offen. Die X Prize Foundation, eine nichtkommerzielle Institution mit Sitz in Kalifornien, wurde bekannt durch die Preisausschreibung für den ersten privaten Weltraumflug im Jahre 2004.

Die Herausforderung von Google wird aber weder einfach noch günstig. Die Unternehmen müssen Geld sammeln, um eine Rakete zu bauen, welche die ganze Technik bis auf den Mond bringen kann. Auch wenn dies gelingt, ist eine sichere Landung noch immer nicht garantiert.

Die Regeln für die Herausforderung fordern weiterhin, dass die Roboterfahrzeuge 1312 Fuss, also etwa 400 Meter auf der Mondoberfläche zurücklegen und Bilder und Videos in der Gesamtgrösse von einem Gigabyte an die Erde senden.

Die verschiedenen Unternehmen dieser Welt haben bis spätestens Ende 2012 Zeit, die Herausforderung zu gewinnen. Ein Preisgeld von 20 Millionen US Dollar winkt für den Erstplatzierten. Wenn es bis 2012 keinen Gewinner gibt, wird die Herausforderung um zwei Jahre verlängert, also bis Ende 2014. Das Preisgeld reduziert sich dann aber auf 15 Millionen US Dollar.

Preise im Wert von je 5 Millionen US Dollar gibt es auch für den Zweitplatzierten und für Teams, die die Mindestanforderung wie etwa ein Gigabyte Datenübertragung nicht erfüllen können.

Die Preisausschreibung kommt zu Zeiten, in denen sich vermehrt Regierungen für Raumfahrt interessieren. Dazu gehören Länder in Asien und Europa.

Google hofft, dass der private Sektor Raumfahrten zu weniger hohen Preisen als die Regierung organisieren kann. Google hatte schon früher Abstecher ins All geplant: Google Earth und Google Mars waren die ersten Schritte von Google in den Weltraum.

DCRS ONLINE meint: Google stand und steht nach wie vor für Zukunft und Innovation

Artikel vom 14. September 2007

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