Südkalifornien: Gouverneur Schwarzenegger besucht die Krisenregion

Von Andre Bergmann

Eine Katastrophe jagt die nächsteDie Waldbrände in Südkalifornien sind weitgehendst unter Konrolle gebracht, doch nun droht schon die nächste Katastrophe. Über der gesamten Region hat sich eine dichte Qualm- Decke gebildet, die sogar vom Weltall aus zuerkennen ist. Kinder und Menschen mit Herz- und Atemproblemen wurden daher aufgefordert unbedingt in ihren Häusern zu bleiben.

Zur besseren Versorgung sollen die Menschen ihre Klinaanlagen einschalten und Fenster und Türen geschlossen hatlen.

Besonders betroffen von der neuerlichen Bedrohung sind die Berge von San Bernardino und die Berikre Orange und Riverside. Es ist in den umliegenden Kliniken bereits ein Anstieg an Patienten mit Atembeschwerden zu verzeichnen.

Dies sei wohl auf die Waldbrände zurückzuführen, sagte Sprecherin Jackie Carr. Bürgermeister Jerry Sanders kündigte ein Spiel der San Diego Chargers im Stadion an, das bisher als Auffanglager diente. Experten warnten jedoch die Fans, sie sollten sich angesichts der Luftverschmutzung überlegen, ob sie das Spiel nicht lieber im Fernsehen ansehen.

Unterdessen ist die Feuerwehr weiterhin mit tausenden Löscharbeitern in der ganzen Region tätig. Noch immer loderten Flammen in der Gegend, vor allem in den Bezirken San Bernardino und in Lake Arrowhead östlich von Los Angeles.

In einigen Gebieten hat leichter Regen eingesetzt und unterstützt die Löscharbeiten. Allerdings müssen sich die Feuerwehrleute beeilen, für die kommenden Tage soll das Wetter wieder trocken und heiß werden.

“Wir sind immer noch vorsichtig optimistisch”, sagte Chris Caswell von der Feuerwehr im Bezirk Orange.

Inzwischen ist die Zahl der offiziellen Todesopfer auf sieben gestiegen. Die Behörden bestätigten, dass am Donnerstag die Leichen von vier mutmaßlichen Flüchtlingen nahe der mexikanischen Grenze gefunden wurden. Auch die mexikanische Regierung berichtet über Opfer der Waldbrände. So wären in San Diego elf Mexikaner mit Verbrennungen in Behandlung, weil sie versucht hatten, während der Brände illegal über die Grenze in die USA zu kommen

Am Samstag erhielt die Einsatzleitstelle der Feuerwehr im Santiago Canyon Besuch von Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Der Gouverneur stellte schnelle und unbürokratische Hilfe für obdachlose Bewohner der Gegend in Aussicht, warnte aber auch vor Missbrauch und Betrug bei Schadenersatzanträgen. Dies würde nur die schädigen, die bereits wirklich durch das Feuer um ihr Hab und Gut gebracht worden sind. Außerdem kündigte er an, die Brandstifter unbedingt finden zu wollen, die ganz in der Nähe des Canyons ein Feuer gelegt hatten und verantwortlich für die Zerstörung von 14 Häusern sind.

Tausende Menschen, deren Orte beim Herannahen der Feuer evakuiert worden waren, konnten inzwischen wieder zurückkehren. Rund 4.400 Menschen waren noch in 28 Notunterkünften untergebracht, andere harrten in ihren Autos auf Parkplätzen aus.

In Ramona im Bezirk San Diego mussten die zurückgekehrten Bewohner feststellen, dass die Löschmannschaften zwar ihren Ort vor den Flammen gerettet, dabei aber den ganzen Wasservorrat verbraucht hatten. Wer bei der Stadtverwaltung der 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde telefonisch nachfragte, bekam eine Ansage vom Band zu hören: “Wir haben eine extreme Wasserkrise. Die Benutzung von Wasser ist nicht gestattet.” Randy und Aimee Powers, die am Freitag zurückgekehrten, waren sich trotzdem sicher:

“Es ist besser wieder zu Hause zu sein. Wir überstehen auch das und halten irgendwie durch”, sagte Randy Powers.

Die Brände hatten in der zurückliegenden Woche zur größten Evakuierungsaktion in der Geschichte Kaliforniens geführt. Mehr als 200.000 Hektar Land wurden ein Raub der Flammen. Knapp 1.800 Häuser wurden zerstört.

DCRS ONLINE meint: Zuerst Flammen, dann kein Wasser und verschmutzte Luft, was für ein Horror !

Artikel vom 28. Oktober 2007

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